Redispatch: Stromhandel kostet Stromkunden fast eine Milliarde Euro in 2017

Am Neujahrstag meldet der Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO über die DPA eine Bilanz der Redispatchkosten für das Jahr 2017. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird wieder von Noteingriffen gesprochen und die Ursache einseitig den Erneuerbaren und der Energiewende untergeschoben. Dabei zeichnen die Daten des Netzbetreibers eine anderes Bild. Es ist der Subventionsstrom aus Braunkohle, der dem Stromnetz zusetzt.

Wie bereits im Jahre 2015 hier geschrieben, ist es  die Gemeinschaft der Stromwirtschaft selbst, die sich mit Noteingriffen das Versagen der Vergangenheit vergolden lässt. Schließlich zeigt auch das Jahr 2017, dass viele Unternehmen – auch Tennet – ganz gut an diesem Notfall verdienen. Ein Notfall dessen Ursache und Wirkung verwechselt wird. Ein Notfall, der entsteht, da der Stromhandel ein Ergebnis hervorbringt, welches die Netze nicht umsetzen können.

Schuld haben diejenigen, die aktiv Strom handeln – und dies sind mit Sicherheit nicht die privaten Stromkunden, die letztendlich die Zeche zahlen dürfen.

Hintergrund Notfall im Stromnetz (Redispatch):

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