Netzverluste steigen - Stromnetz wird wieder zentralistischer 1

Netzverluste steigen – Stromnetz wird wieder zentralistischer

Stammleser mögen sich an einen Beitrag aus dem Jahre 2013 erinnern, an dem bei blog.stromhaltig darüber berichtete, dass der Erfolg der Energiewende an den Netzverlusten ablesbar ist. Damals hatten sich die Effekte der Boom-Jahre der PV-Branche ausgewirkt, bei denen immer mehr Strom dezentral eingespeist wurde. Strom, der meist in unmittelbarer Nähe verbraucht wird und nicht über weite Strecken transportiert werden muss.

Von einem Wert 5,1% im Jahre 2012 wurden vom Statistischen Bundesamt für die sonnenreichen Quartale des Jahres 2017 Netzverluste von mehr als 6,2% (2. Quartal) und 5,9% (3. Quartal) gemeldet.

Quartal Bruttostromerzeugung in GWh Netzverluste in GWh Netzverluste in %
II 2017 93.294 5.860 6,28%
III 2017 95.759 5.632 5,88%

Digitalisierung für weniger Netzverluste

Im letzten Jahr wurden neue Leitlinien für die Digitalisierung der Energiebranche gesetzt. Darunter ist auch ein spezielle Förderung der Lokal- und Regionalstromprämie. Aufgabe der Digitalisierung ist es nun geeignete Mechanismen zu schaffen damit aus der dezentralen Stromerzeugung Anreize für den Letztverbraucher entstehen, damit auch an den Netzverlusten eingespart werden kann.

Bei der STROMDAO haben wir für eine Reduktion der Netzverluste eine Prämie auf Netzdienlichkeit eingeführt.  In Gesprächen mit Letztverbrauchern ist allerdings aufgefallen, dass Kunden weniger Interesse haben einen lokalen Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen. Viel mehr sind es die Kommunen, die einen Fokus auf eine geschlossene lokale Wertschöpfungskette legen.

 

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