Zugegeben, an Webseiten wie die des indischen Stromversorgers Dakshin Haryana Bijli Vitran Nigam muss man sich etwas gewöhnen. Umso schöner ist die Meldung, dass man die Stadt Gurugram nun endlich von Dieselaggregatoren befreien möchte.

Im Smart Grid Project sollen nicht nur die Erdverkabelung abgeschlossen werden, sondern vor allem die Stromversorgung stabiler gestaltet werden. Nur durch ein stabiles Stromnetz mit einer verlässlichen Verfügbarkeit wird es gelingen die meist von Unternehmen betriebenen Diesel-Generatoren endlich einzumotten.

„The objective is to make Gurugram a diesel generator-free city. This would lead to high level of customer satisfaction on account of reliable electric supply and pollution control, etc.“

Bei DHBVN rechnet man damit, dass man mittels der parallelen Einführung von IoT Komponenten die Stromkunden von Anfang an mit einbeziehen kann. Dadurch soll in den kommenden Jahren ein System entstehen, welches nicht nur aus Sicht der Letztverbraucher deutlich komfortabler, sondern auch effizienter ist.

Die blog.stromhaltig vorliegenden Pläne legen nahe, dass man durch einen kompletten Reset der Netzbetriebstechnik von den in Deutschland üblichen 5% Netzverlust auf unter 3% kommen will. Bei 31°Celcius Durchschnittstemperatur sind in Gurugram die Klimaanlagen der Büros für das Stromnetz zu einem zunehmenden Problem geworden. Mittels Erzeugung und intelligenter Verteilung wird die durchschnittliche Kupferstrecke zwischen Einspeisung und Entnahme auf unter 2 Kilometer reduziert. Zum Vergleich sind es in Deutschland zur Zeit etwa. 57 Kilometer.

Man kann aus solchen Projekten sehr viel lernen, diese aber nicht auf gewachsene Strukturen wie das europäische Verbundnetz übertragen. In Indien und in Deutschland sind Infrastrukturprojekte, welche zunehmend digital umgesetzt werden.

Köpfchen statt Kupfer 🙂

Beistragsbild: By Pithwilds – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29133971

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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