Ob als Kryptowährung in der Finanzbranche, zur Abwicklung von Micropayments in der E-Mobilität oder als transaktives Microgrid in der Energiewirtschaft: Es entstehen immer neue Ansätze und potentielle Geschäftsmodelle für die Anwendung der Blockchain-Technologie. Auch in der Energiewirtschaft wird das Konzept der Blockchain im Zusammenhang mit der voranschreitenden Digitalisierung kontrovers diskutiert. Einerseits wird der Technologie ein disruptives Potential zugeschrieben, andererseits bleiben Fragen nach dem konkreten Nutzen der Technologie bisher noch unbeantwortet.

Im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojektes des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und der Hochschule Mannheim soll die Bedeutung der Blockchain-Technologie (als Treiber der Digitalisierung) für die Energiewirtschaft betrachtet werden. Dabei soll insbesondere untersucht werden, inwiefern die unterschiedlichen Akteure der Energiewirtschaft in der Blockchain ein Innovations- und Veränderungspotential sehen.

Nachdem der qualitative Teil der Untersuchung mit ca. 30 Experteninterviews aus einer Stichprobe von Entscheidern und Forschern aus der Energiewirtschaft sowie Konsumenten, Prosumenten abgeschlossen ist, steht nun das Herzstück der Studie – der quantitative Part – an. Das Ziel der qualitativen Vorstudie war es, hemmende und fördernde Faktoren für die Implementierung von Blockchain-Anwendungen im energiewirtschaftlichen Umfeld zu identifizieren.

Im Rahmen unserer Online-Befragung sollen nun die Einschätzungen weiterer Akteure der Energiewirtschaft erfasst werden. Zum einen sind Energieproduzenten, Netzbetreiber, Energiehändler, Energieversorger Forschern und Entwicklern im Fokus, zum anderen sollen die Einstellung der Verbraucher (Geschäftskunden, privaten Konsumenten und Prosumenten) untersucht werden.

Für das Gelingen der Untersuchung sind wir auf eine rege Teilnahme an der Online-Befragung, die ca. 10-15 Minuten je Teilnehmer dauern wird, angewiesen. Die Umfrage ist bis zum 28.02.2018 online und unter folgendem Link zugänglich: http://www.zew.de/Blockchain-Umfrage

Nach Abschluss des Forschungsprojektes, Mitte 2018, werden die Ergebnisse dieser Studie in Form eines ZEW Discussion Papers auf der Homepage des ZEW (http://www.zew.de) veröffentlicht (und hier bei blog.stromhaltig ein Hinweis veröffentlicht 🙂 ).

 

(Gastbeitrag von Pascal Häbig, Masterand beim ZEW)

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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