Zum Fest: Gänsebraten des Stromnetzes

Vor genau drei Jahren ist bei blog.stromhaltig der Beitrag zum Gänsebraten an Weihnachten online gegangen.  In manchen Branchen eine Ewigkeit, in der Energiewelt jedoch geraded eben.

In wenigen Worten die Fakten zusammengefasst: An den Weinhachtsfeiertagen fehlt es dem Stromnetz an industrieller Nachfrage. Im Gegensatz zu privatem Stromverbrauch kann diese gut prognostiziert werden.  Fast schon willkürlich ist hingegen der private Zappelverbrauch. Wird dieses Jahr der Gänsebraten zubereitet oder nicht? Um Nachfrage und Erzeugung in Balance zu halten müssen die Netzbetreiber und Marktakteure jedes Jahr an Weihnachten den Blick in die Glaskugel wagen.

Es sind ja nur zwei Tage im Jahr Weihnachten…

Deutlich unter einem Prozent des Energiebedarfs fällt an den beiden Weihnachtstagen an. Ein Geschäft, welches die Stromhändler gerne dem Beisammensein mit ihren Familien opfern. Dies führt leider dazu, dass der Verbrauch nicht wirklich geschätzt wird und vom Markt ausgehende Verknappung und Angebotssignale nur schleppend im Strompreis reflektiert werden – bzw. auf einen Großteil der Stromkunden überhaupt keine Auswirkungen hat.

Das zu lösende Problem

Die Börsenstrompreise sind nur ein Bruchteil der Stromrechnung von privaten Haushalten. Zwar haben die Regulierer bereits im Jahre 2012 die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, damit sich hier etwas ändert – geschehen ist  beim Lobbyverband BDEW nichts. Keine Notwendigkeit sieht man scheinbar dort,  dieses eine Prozent des Marktes zu bearbeiten. Lange Prozesse innerhalb des Verbandes – und eine fehlende Ausrichtung zum Geldgeber „Stromkunde“ schaffen keine Hilfe.

So ist es nicht verwunderlich, dass auch im Jahre 2017 noch einige Verbandsmitglieder sich wundern, warum eine kleine Tarifmanufaktur wie die STROMDAO es schafft einen Beitrag zur Versorgungssicherheit auch an Weihnachten zu leisten:

Um die Kosten und den Aufwand für den Ausbau der Stromnetze und für die Bürger so gering wie möglich zu gestalten, setzt STROMDAO konsequent auf Digitalisierung. Ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Integration erneuerbarer Energien ist eine netzdienliche Nutzung der Stromversorgung. Diese gilt es so transparent und anwendbar zu gestalten, dass es für jeden Bürger möglich ist, Strom intelligent und zielgerichtet zu nutzen. Aus diesem Grund gewährt STROMDAO ihren Kunden im Rahmen von Sondertarifen eine Prämie für Netzdienlichkeit auf Basis des sogenannten Grünstromindex. (Netzdienlichkeit bei STROMDAO)

In der Casa Stromhaltig gibt es übrigens keinen Gänsebraten und wir werden das Stromnetz heute entlasten, da das Fondue zur Zubereitung keine Elektrizität benötigt.

Frohe Weihnachten!

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