Das SmartHome bietet nicht nur Chancen für die Überwachung  und kann als Waffenschmiede dienen. Nein, das intelligente ZuHause bietet auch einen Gewinn an Komfort und erlaubt es den Heimgeräten ihre Stromrechnung selbst zu bezahlen.  Ist ja wohl auch das Mindeste…

Zynismus beiseite. Stromtarife, die sich an der aktuellen Marktlage oder der Erzeugung anpassen, gibt es mittlerweile einige. Es fehlt nicht an Preissignalen, welche die Smarten-Geräte des vernetzten Eigenheims noch intelligenter machen, da sie dem Besitzer ganz nebenbei eine „fette Beute“ im Geldbeutel bescheren.

Damit all diese smarte Dynamik überhaupt funktioniert, muss autonom ein (Kauf-)Vertrag zwischen Gerät und dem Markt zustande kommen. Die meisten Stromanbieter bieten solche Funktionen heute an. In diesem Beispiel wird die Schnittstelle von STROMDAO verwendet, welche  in abgewandelter Form auch bei den anderen Stromanbietern vorhanden ist.

Automatisierte Angebotserstellung

Damit das Elektrogerät den Strompreis am Markt herausfinden kann, muss ein automatisierter Abruf gemacht werden. Zur Optimierung des Prozesses wird neben einigen weiteren Informationen auch gleich ein digital signiertes Angebot zurückgeliefert.

Man macht die Rechnung ohne den Datenschutz und den Verbraucherschutz, wenn man ein Angebot personalisiert. Für tatsächlich autonomes entscheiden muss jedes Gerät zur gleichen Zeit am gleichen Ort den selben Preis bekommen.

Automatischer Aufruf des Stromtarifs für den Ort Mauer (Postleitzahl 69256): https://stromdao.de/crm/service/gsi/?plz=69168

Maschinenlesbares Angebot für Stromlieferung an SmartHome Geräte
Maschinenlesbares Angebot für Stromlieferung an SmartHome Geräte

Das intelligente Elektrogerät beobachtet kontinuierlich den Strompreis und passt entsprechend den Betrieb zum Wohle des Nutzers an.

Für dieses Ziel wird die JSON Datei automatisiert ausgewertet und das beste Angebot ermittelt. Bei dieser API wird hierzu im Objekt „data“->“offer“ durchsucht nach einem geeigneten Eintrag. Zur Priorisierung der Betriebszeiten (Zeitstempel jeweils im Feld „Epochtime“) wird entweder der „EEValue“, ein Prozentwert der Netzdienlichkeit bei diesem Stromanbieter, oder direkt die Werte unter „Price“, verwendet.

Da es sich bei dieser JSON-Ausgabe um ein rechtsgültiges Angebot handelt, muss vom Gerät dieses Angebot gespeichert werden. Bei der Abrechnung einzelner Betriebsstunden, einzelner Nutzungen (zum Beispiel Ladungen des Elektroautos)  oder Unterabrechung, wird diese JSON Datei gemeinsam mit der Quittung beim Stromanbieter eingereicht.

Viel zu technisch, viel zu kompliziert…

Zwar habe ich keine Ahnung, warum immer die Waschmaschine als Beispiel verwendet wird. Aber, mit Hilfe eines externen Preissignals kann die Waschmaschine nicht nur autark über den kostengünstigsten Zeitpunkt entscheiden, sondern auch direkt eine Abrechnung erstellen.  Pay-Per-Use (zahlen pro Nutzung), wird bei einem SmartHome zum Kinderspiel.

Man kann sich vielleicht vorstellen, welche neue Dienstleistungen hier entstehen. Vielleicht bleibt auch alles beim Alten und man benötigt diese Form der Energiekosten-Ermittlung nur, um Fremdfirmen eine ordentliche Rechnung ausstellen zu können…

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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