Beitrag bei Der ZEIT

Als Entwickler des GrünStrom-Index wundere ich mich über diesen Beitrag ziemlich. Obwohl den Autobauern, als auch den Stromversorgern bekannt, wird dessen Existenz schlicht ignoriert.

Jedes E-Mobil hat heute eine sogenannte Ladesteuerrung. Diese sorgt dafür, dass nicht immer die gleiche Energie zum Laden verwendet wird. Sind zum Beispiel 8 Stunden (in der Nacht, oder bei der Arbeit) Zeit für das Laden, so kann das Auto selbständig optimieren, wann es die Energiemengen aus dem Netz zieht.

Frei von Emission wird bei aktuellem Ausbaustand der Erneuerbaren das ganze zwar nicht, jedoch kommt man heutigen Novembertag schon recht weit (aktuelle Ausgabe des GSI):

Durch die Verlagerung der Ladungen des Elektroautos in Stunden mit einem relativ hohen Anteil von Strom aus Erneuerbaren Energieträgern in Mauer (Baden), wird auch die CO2-Bilanz des Strommixes verbessert. Der Anteil des EE-Stroms ohne Optimierung beträgt 9.16% – mit einer Grünstrom Index optimierten Ladesteuerung verändert sich der Schnitt im Betrachtungszeitraum auf ca. 49.56%.

Bei den gewonnen 40.4% an Ökostrom handelt es sich direkt um Kapazitäten aus der Region um Mauer (Baden). Die Wertschöpfung bleibt vollständig in der Region und belastet nicht die Hochspannungsnetze (=Fernleitungen).

Leider sind gerade die „hochpreisigen“ Autobauer nicht gewillt das System zu nutzen, so dass die Kunden in entsprechenden Foren bereits selbst Lösungen gebastelt haben, was in seiner Wirkung natürlich nicht so effizient ist.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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