Am kommenden Mittwoch, den 18.01.2017, wird die Energiewirtschaft mit einem Auge nach Frankreich und mit dem anderen auf die Photovoltaik in Deutschland schauen. Wie bereits in den letzten Wochen, sorgen viele aus Sicherheitsgründen heruntergefahren Kernkraftwerke in Frankreich zu einer latenten Unterversorgung, welche den Strompreis ansteigen und dir Importe aus Deutschland maximieren lassen. Zur Mitte der Woche wird es zu deutlich niedrigeren Temperaturen ein West und Zentral-Europa kommen, wodurch  mehr Strom benötigt wird.

Die Quizfrage wird werden, wie die Bilanz in Deutschland zeitgleich aussieht. Klarer Himmel spricht für viel Sonnenstrom, jedoch könnten die Erträge durch die Niederschläge der letzten Tage noch unter den Schätzungen liegen, was das Engpass management nach Frankreich komplexer machen wird.

Am Freitag hatte man sich bereits für das Europäische Verbundnetz einen Plan für den Worstcase zurecht gelegt, wie aus Insiderkreisen bekannt wurde.

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2 Gedanken zu “Stromknappheit am Mittwoch in Frankreich

  1. 2017-01-17/Dr. Franz Hein: Raus aus dem Denksilo: „Stromknappheit bzw. Ignoranz der Physik“
    Wenn weiterhin nicht über das immer notwendige Leistungsgleichgewicht nachgedacht wird und das Nachdenken nur bei Stromknappheit „eingeschaltet“ wird, solange verbleiben wir in einem Denk“silo“. Wir brauchen eine Energiebevorratung in allen Ebenen und möglichst weiträumig verteilt, damit wir in allen für die Stromversorgung (und damit für die Energieversorgung) relevanten Zeitbereichen genügend Leistung variabel verfügbar haben – in Richtung zusätzlicher Leistung über die Bereitstellung aus entsprechenden Speichern und in Richtung überschüssiger Leistung, um die Speicher wieder ausreichend und rechtzeitig zu befüllen. Dazu muss die variabel nutzbare Leistung in Energie wandelnden Einrichtungen ausreichend groß sein, dem veränderlichen Bedarf sehr zeitnah folgen können und das Netz muss den Transport sicher ermöglichen. Die Weiträumigkeit der Bevorratung muss dabei die Trans-portfähigkeit des Netzes durch eine breite Verteilung der Einspeiseleistung wie auch der Rückspeiseleistung unterstützen (können). Jede räumliche Konzentration führt letztlich zu Netzengpässen.

    Wann endlich verlassen wir diese Denksilos, in die wir uns eingegraben haben? Wenn weiterhin die Notwendigkeit einer Bevorratung in allen Zeitbereichen (beginnend bei der inhärent und sofort wirkenden Momentanreserve über die Primär- und Sekundärregelung bis hin zur langfristigen Vorsorge für den saisonalen Ausgleich des volatilen Energiezuflusses und der ebenso volatilen Energienutzung) aus „wirtschaftlichen“ Erwägungen negiert wird, dann wird uns diese Denk- und Sichtweise in gewaltige Nöte bringen. Die „wirtschaftlichen“ Erwägungen sind an Kurzsichtigkeit und Unbrauchbarkeit nicht mehr zu überbieten. Sie lassen die durch die Physik bestimmte Wirklichkeit völlig außer Acht. Die Physik (also die Natur) kümmert sich nicht um Geld und Renditen, genauso wenig um unsere Ideologien und Machtbestrebungen. Auch Stimmenmehrheiten kümmern die Natur nicht.

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  2. Sehr schön dargestellt. Aber welcher Politiker interessiert sich schon für Physik und Naturgesetze. Das Wichtigste ist doch in der nächsten Legislaturperiode erneut erhöhte Diäten zu bekommen. Und Gesetze macht ja sowie so allein die Politik!

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