Seit Anfang 2013 müssen neue PV-Anlagen am Einspeisemanagement teilnehmen, was mit hohen Kosten für einen Rundsteuerempfänger und die entsprechende Elektronik verbunden ist. Wer nicht am Einspeisemanagement teilnehmen will, muss die Leistung der PV-Anlage auf 70% der Generatorleistung am Netzanschlusspunkt begrenzen. Ist ein Stromspeicher installiert, so ist die Leistung sogar auf 60% zu begrenzen.

Vereinfacht ausgedrückt muss eine Solaranlage gebremst werden, wenn zuviel Sonne scheint und am Anschluss des Stromnetzes nicht genügend Strom verbraucht wird. Bis zu 40% der Kapazität der Anlage wurden einst produziert, montiert und bezahlt, bringen aber wegen des Einspeisemangaments keinen geldwerten Vorteil.

Aktive Wertschöpfung zum Zeitpunkt der Wirkleistungsbegrenzung ist Aufgabe des SolarMiners. Aus Sicht des Stromnetzes ein dynamischer Stromverbraucher, der lediglich die Strommenge von der Anlage abgreift, die ansonsten abgeregelt würde. Aus Sicht des Geldbeutels eine neue Einnahmequelle.

Im Juli 2015 startete die Entwicklung des SolarMiners, welcher nahtlos in die dynamische Wirkleistungsbegrenzung der SMA-Wechselrichter (s.h. SMA-Sunny Blog) integriert werden kann. Angeschlossen wird der SolarMiner an einer beliebigen Steckdose des Haushaltes. Die Kommunikation mit den anderen Komponenten der Anlage erfolgt über eine WLAN-Schnittstelle. Ausgestattet ist der SolarMiner mit bis zu 256 einzeln angesteuerten ASIC-Schaltkreisen (vergl. Wikipedia), die auf die Lösung von speziellen Rechenoperationen der Kryptologie optimiert sind. Die Käufer eines SolarMiners entscheiden selbst, ob sie ihre sonst abgeregelten Stromerträge der Wissenschaft spenden oder lieber nach Bitcoins suchen.

Dynamische Wirkleistungsbegrenzung endet. Abregelung dauerte 0 Minuten

Der heutige Prototyp des SolarMiners überwacht die Rundesendenachrichten des SMA EnergyMeter. Droht eine Drosselung des Wechselrichters, da die PV-Anlage zuviel Strom erzeugt, so schaltet sich der SolarMiner automatisch zu, wobei die Lastaufnahme nur so hoch ist, dass die Abregelung gerade nicht erreicht. Bedingt durch die Eigenschaften des EnergyMeter, reagiert auch der SolarMiner mit einer maximalen Verzögerung von 10 Sekunden auf Veränderung der Erzeugung oder des Eigenverbrauchs.

Die größte Schwierigkeit, mit denen die Entwickler des SolarMiners konfrontiert sind, ist die Renatbilitätsrechnung. Scheinbar existieren keine Statistiken darüber, welche Strommengen dynamisch abgeregelt werden. Abhängig davon ist die Rechenzeit, die der SolarMiner tatsächlich aufbringen kann. An einem Sonnentag (März-Oktober) konnten im 24 Stunden Mittel 60 GHs erreicht werden, nach ROI Berechner entspricht dies einem Ertrag von etwa 8 Cent/Tag. Der Preis für die Hardware des SolarMiners liegt bei etwa 80€. Durch die vielen Einflussfaktoren kann eine klassische ROI Berechnung erst erfolgen, wenn mehr Erfahrungswerte vorliegen.

Der SolarMiner ist ein OpenSource-Konzept, basierend auf frei verfügbarer Hardware. Zur Installation sind keine Fachkenntnisse notwendig, jedoch hilfreich.

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5 Gedanken zu “SolarMiner: Mit der dynamischen Wirkleistungsbegrenzung Geld verdienen

  1. Um was geht es hier ? Google sonst nicht verlegen um Antworten – nichts in deutscher Sprache, aber auch wen das nicht stört „nothing“ in enlish – auch WIKIPEDIA weiß nx :

    quote=“WIKIPEDIA“
    Der Artikel „SolarMiner“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht. Du kannst den Artikel erstellen (Anleitung).

    Wenn dir die folgenden Suchergebnisse nicht weiterhelfen, wende dich bitte an die Suchhilfe oder suche nach „SolarMiner“ in anderssprachigen Wikipedias.
    /quote

    quote=“WIKIPEDIA English“ :
    The page „SolarMiner“ does not exist.
    /quote

    Was macht diese Kiste eigentlich, kann man damit etwas steuern – regeln ???

    Ich bin ja blöd, womöglich ist mir auch nicht zu helfen ….

    Antworten
  2. Bin am grübeln, was das 80 Euro Kistchen denn eigentlich so treibt und wo der Sinn im sporatischen Tun liegt. Es wäre toll, wenn das Gerät einmal näher beleuchtet werden würde. Verbraucher die überschüssigen Strom sinnvoll nutzen, gibt es bereits zu Hauf (WP, E-Heizstab, Pumpen etc.). Einen Sinn sollte hinter dem SolarMiner schon stecken, sonst wäre er überflüssig.

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    • Der SolarMiner soll erst dann zum Einsatz kommen, wenn WP, Heizstab und Pumpen ausgeschöpft sind bzw. bereits nicht mehr im Betrieb sind. Über den Sinn von Mining lässt sich natürlich generell diskutieren…

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