Wer den Notruf wählt, der erwartet, dass jemand kommt. Dafür muss man im voraus Geld in die Hand nehmen, um die notwendige Sicherheit zu schaffen. Sobald der Empfänger des Notrufes ein Privatunternehmen ist, muss dieser für seine Bereitschaft entlohnt werden, dass wissen auch einige Kraftwerksbetreiber und setzen im Strommarktgesetz einen Kuhhandel durch:

Wählt das Stromnetz (die Netzbetreiber) den Notruf, weil nicht genügend elektrische Energie vorhanden ist, so werden RWE und Vattenfall zukünftig reagieren. Als Entschädigung für die Bereitstellung dieses Rettungsdienstes der Stromversorgung, erhalten sie von jeder an den Stromkunden verkauften Kilo-Watt-Stunde einen kleinen Obolus.

Leider wurde bei diesem Kuhhandel vergessen, dass es bereits Reservekraftwerke gibt, diese werden per 5-Jahresplan von den Netzbetreibern angefordert und bereits heute durch die Stromkunden bezahlt. Der heutige Rettungsdienst für das Stromnetz ist qualitativ hochwertig, mit Hilfsfristen von wenigen Minuten bis wenige Stunden. Reagieren für die höchst mögliche Versorgungssicherheit eines Industrielandes. Die jetzt neu dazukommende Sicherheitsbereitschaft sieht Elf Tage Vorlauf vor und bringt damit keinen zusätzliche Sicherheit für die Stromversorgung.

Informationsbedarf besteht…

  • … weil die Netzbetreiber überhaupt nicht wissen, wie sie die neue Reserve nutzen können/möchten.
  • … Elf Tage deutlich zu lange ist.
  • … nur wenige Stromkonzerne davon profitieren
  • … ein finanzieller Schaden für die gesamte Bevölkerung entsteht

Damit das Bundes Wirtschaftsministerium hier etwas mehr Klarheit liefert, wird um Mitzeichnung der Petition Wettbewerb/Regulierung – Verschärfung der Kriterien für die Sicherheitsbereitschaft (§ 13g Strommarktgesetz) vom 31.03.2016 gebeten .

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