#Fragwürdig: Subventionsabbau im #EEG2016

Vor einigen Jahren waren es die Landwirte, die nach Brüssel gefahren sind, wenn ihre Erzeugnisse auf dem Markt keine Chance hatten. Heute fahren die Vertreter der Erneuerbaren nach Berlin, um zum Beispiel gegen die Überarbeitung des EEG 2016 (Referentenentwurf) zu demonstrieren. Es geht immer um Geld! Geld, welches man vermutet demnächst weniger zu bekommen, da man nicht mehr am Trog der Subventionstöpfe hängt. Zugegeben, die Subvention bei den Erneuerbaren ist eigentlich keine Subvention (zumindest nicht aus Steuermitteln), dennoch eine gesetzlich regulierte Zahlung (vom Stromkunden an die Betreiber).

Ein Blick auf die Aktion #Fragwürdig der Energieblogger zeigt, wie wenig die EE-Branche ihr eigentliches Problem versteht und lieber am „Staat-Sorge-Fürmich“-Paradigma festhält.

Das EEG gehört abgeschafft!

Keine neuen Anlagen sollen mehr die Möglichkeit erhalten einen Obulus vom EEG-Konto zu erhalten. Keine Ausschreibungen mehr, die sich an einem Ausbaukorridor orientieren und auch keine festen Sätze für Anlagen, die versehentlich zu klein dimensioniert wurden, um der Ausschreibung zu entgehen.

Aus hiesiger Sicht ist dies die einzig gerechte Strafe für eine Branche, die sich bislang nicht daran gewöhnt hat, dass man ein Produkt mit Wert erzeugt und der Wert vom Kunden durch Geld zu bezahlen ist. Kilian stellt die richtige Frage:

„Wie können Ausbauhemmnisse wie Ausbaukorridore, Ausschreibungen und Umlagen auf Eigenstrom den freien Markt eröffnen?“ (Blog Sustainment)

Eine riesige Gemengelage, die auf den 250 Seiten des EEG2016 Entwurfes versucht wird zu lösen. Mit der Reduktion von Komplexität hat dies wenig zu tun, sondern lediglich mit einem fehlenden Vertrauen, dass der Kunde die Richtung lenken kann. In diesem Zusammenhang erinnert Metropolsolar, dass das ursprüngliche EEG lediglich 5 Seiten hatte. Wo wird eigentlich der Nachweis erbracht, dass man dem freien Markt auf 250 Seiten näher kommt, als auf den damaligen 5 Seiten?

Alternativlosigkeit

Keine Alternativen
Keine Alternativen

Wie peinlich ist es, wenn beim zuständigen Bundes-Wirtschaftsministerium offen zugegeben werden muss, dass man keine Alternativen zu den geplanten Änderungen kennt. Dumm ist man dort mit Sicherheit nicht und auch belesen. Mittlerweile ist bekannt, dass man den Hybridstrommarkt gelesen und versucht hat zu verstehen. Andere Modelle existieren natürlich auch, wie NEMO oder das GMM. Keiner dieser alternativen Modell benötigt ein EEG 2016.  Jedoch bringen auch alle 3 Modelle einige Kernpunkte mit, die gleich sind:

  • Direktere Vermarktung von der Erzeugung zum Verbrauch (ohne Börse, Umlage,…)
  • Einbeziehen des Letztverbrauchers (=Stromkunde)
  • Abbau von Subventionen entlang des gesamten Strommarktes
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