Das Bundesdatenschutzgesetz ist ein recht umfangreiches Werk. Es gibt Leitlinien vor, welche Daten von Bürgern unbedingt zu schützen sind, und welche frei verfügbar sein dürfen. Vor der Verschärfung konnte man zum Beispiel für jede EEG-Anlage genau herausfinden, welche Einnahmen der Anlagenbetreiber (wahrscheinlich) zu versteuern hat. Veröffentlicht wurde im entsprechenden Register die Straße, Anlagengröße, Erzeugung, Drosselung usw… . Mittlerweile sind diese Datenbestände nicht mehr frei abrufbar. Der Übetragungsnetzbetreiber TransnetBW schreibt zum Beispiel auf seiner Seite:

Die bisherige Veröffentlichung der Stamm- und Bewegungsdaten musste zur Wahrung der Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) formal und inhaltlich angepasst werden. Hierzu war es erforderlich, die vollständigen Anlagenstamm- und Bewegungsdaten unter Angabe eines anonymisierten Anlagenschlüssels zu veröffentlichen.

Sehr löblich! Mit etwas Googeln findet man allerdings auch noch.

Wir lernen: Das Netz vergisst eben doch nicht.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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