Falsches Setting macht #COP21Paris zum Rohrkrepierer -  #Blogchallenge  1

Falsches Setting macht #COP21Paris zum Rohrkrepierer – #Blogchallenge

Alles schaut auf die Stadt der Liebe, des Terrors und ab Montag auch der Welt-Klimakonferenz. Per Crowd-Funding wird  sichergestellt, dass der interessierte Ökojunkie hautnah dabei sein kann. Endlich handeln, fordern die Blogger bei der SMA. Ganz ehrlich: Wir wissen doch jetzt schon, dat wird nix…

Klimakonferenz um Klimakonferenz das gleiche Schauspiel. Im Zeitalter des Internets aus der ganzen Welt Medienvertreter einfliegen zu lassen, ist ein Desaster. Die Politiker ebenfalls. Es kennt jeder die Bilder von schmelzenden Gletschern und Polen. Ja, es muss gehandelt werden – aber die Klimakonferenz ist dafür der falsche Rahmen.

14 months after Ban Ki-moon Summit in New York, the coalitions of non state actors (cities, companies, foundations, researchers, investors, NGOs…), the so-called „Lima Paris Action Agenda“, have grown unexpectedly, gathering over 10.000 instances of participations. Additional large cooperatives initiatives will be launched in Paris. They are already delivering results on the ground.

Das Problem, vor dem man steht ist, dass die tatsächlichen Verursacher von Klimaschäden nicht zur Verantwortung gezogen werden. Ein Weltklimavertrag wird nur wenig bringen, denn er regelt Verantwortung auf Basis von Nationalstaaten. Ein solcher Vertrag kann und soll nicht an die Wurzel gehen: Die Wirtschaft. Die Wirtschaft als Sammelbecken sehr vieler Unternehmen, die in freien Marktwirtschaften auch frei handeln und entscheiden können. Beim Thema Steuern und deren Fluchtursachen kann man sehr schön erkennen, wie gering die „Macht“ der Nationen über das Kapital ist.

„Von Paris muss ein ermutigendes Zeichen ausgehen, dass sich die internationale Staatengemeinschaft endlich der Herausforderung des Klimawandels stellt“, Barbara Unmüßig und Ralf Fücks, Heinrich-Böll-Stiftung

Die internationale Staatengemeinschaft ist das Sammelbecken der Weltbürger, die jedoch genauso Konsumenten, Arbeitskräfte und Investoren in ihrem anderen Leben sind. Klimaschutz muss sich rechnen, damit er eine Chance auf Erfolg hat. Strafzahlungen, wie der Handel mit CO2-Zertifikaten, sind jedoch auch hier der falsche Weg.

Anstelle einen Klima-Flashmob mit Politikern in Paris zu veranstalten, sollte man Wirtschaftsberater und Rechtsanwälte der ganzen Welt zusammenbringen. Die Wirtschaftsberater sollen zeigen, welcher Profit aus nachhaltigem Handel generiert werden kann. Die Rechtsanwälte sollen Mittel und Wege der aktiven Strafverfolgung über Landesgrenzen ausarbeiten. Das Klima ist der Tatort, bei dem ei Verbrechen verübt wird – die Täter sind jedoch frei von Verfolgung, da es keinen Ankläger geben kann (von sehr vielen Einzelfällen abgesehen).

Erst wenn wir aufhören, die Politik,Medien und Umweltorganisationen mit Aufmerksamkeit zu würdigen, wenn diese #COP21 zur Bühne erklären, wird sich etwas ändern. Alle drei Gruppen haben ihr Ziel bereits erreicht, wenn Sie in Paris „gesehen“ werden. Klimakonferenzen unterscheiden sich dabei nicht viel von Oscar-Verleihungen. „Daseinsberechtigung oder direkte Demokratie?“ wurde hier bei blog.stromhaltig in einem ganz anderen Zusammenhang bereits gefragt.

So lange wir (Bürger, Medienkonsumenten) es tolerieren, werden Veranstaltungen wie die Klimakonferenz nichts anderes sein, als eine Pflichtveranstaltung, auf der man eben dabei gewesen sein muss, damit die Wähler (Politik), Spender (NGOs), Werbetreibenden (Medien) beim Rechenschaftsbericht sehen, dass man etwas getan hat.

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