Im September 2015 haben sich die sogenannten Ungeplanten Nichtverfügbarkeiten auf einem gewohnt hohen Niveau gehalten. Eine Auswertung der Urgent-Market-Messages gibt alarmierende Werte, wenn man an die bevorstehenden Wintermonate denkt und Reserven einplanen muss. Gerade die Planbarkeit und Versorgungssicherheit der thermischen Kraftwerke ist im September 2015 auffallend schlecht.

Ungeplant bedeutet, dass es sich um ein Ereignis handelt, welches nur sehr schwer in Prognosen und Vorhersagen berücksichtigt werden kann. Auch versagt ein Verfahren der statistischen Hochrechnung vollständig, da es sich um zufällige Ereignisse handelt, die in ihrer Summe einen Zufallstrom ergeben. In den Marktmeldungen werden nicht die Reduktionen von Kraftwerken erfasst, die wegen Netzengpässen auftreten, diese würden in einer Auswertung der Redispatches erkennbar sein.

Mit 144286,8 MWh ist die Nichtverfügbarkeit des Kraftwerkes Ingolstadt das größte Ereignis. Vom 14.09.2015 bis zum 29.09.2015 stand der Block nicht wie geplant zur Stromerzeugung zur Verfügung. Auf Platz zwei findet sich das GKM in Mannheim, welches eine Einschränkung von 222 MW in der Zeit ab dem 04. September meldet.

Insgesamt wurden von den Kraftwerksbetreibern 511 Meldungen veröffentlicht. Aus Braunkohlekraftwerken sind 239, aus Steinkohlekraftwerken 163 Meldungen vorhanden.  Der Kraftwerksstandort mit den meisten Einzelmeldungen ist Frimmersorf (43) wobei sich die Ereignisse auf Block Q (36) und Block P (7) verteilen. Gefolgt von Weisweiler mit 41 Meldungen am Standort.

Die Einzelwerte und Ergebnisse sind auf Nachfrage bei der Redaktion erhältlich.

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