Gewinnmitnahme bei Vattenfall Kraftwerke könnte bei hartem Winter die EEG-Umlage 2016 senken

Letzte Woche war auf der Sonnenseite zu lesen, dass die Offerte von Greenpeace die Braunkohlekraftwerke von Vattenfall zu übernehmen kein PR-Gag gewesen ist. Tatsächlich könnten sich gerade für den Winter 2015/2016 einige sehr interessante Mitnahmeeffekte ergeben, wenn ein solches Geschäft schnell über die Bühne gebracht werden kann. Die Kopplung zwischen EEG-Umlage, Börsenstrompreis und Stromnachfrage machen gerade in den kommenden 6 Monaten die Braunkohlekraftwerke zu einem interessanten Investment, welches sogar das Potential hat die EEG-Umlage zu reduzieren.

Schaut man die durchschnittlichen Temperaturen zur Zeit in Deutschland an, so fällt auf, dass es bereits jetzt deutlich kühler  ist als die vergangenen Jahre. Es weiß zwar noch keiner, welche Schneemengen auf uns zukommen, jedoch wird wohl der Energiebedarf für Wärmeenergie sehr hoch werden. Für Mieter bedeutet dies deutlich höhere Nebenkosten, für Kraftwerksbetreiber bedeutet dies eine große Absatzmenge. Ein recht großer Anteil der erzeugten Strommengen wird auch in Deutschland für Wärme benötigt. Wärmepumpen, Zusatzheizungen oder auch die Heizungen in Gewerbeimmobilien benötigen auch Strom, damit die Gebäude warm werden.

Am Donnerstag dieser Woche wird die EEG-Umlage für das Jahr 2016 veröffentlicht werden.  Eines der Gutachten, welches für die Berechnung herangezogen wird, beschäftigt sich mit den sogenannten Vermarktungsstrommengen. Bei der EEG-Umlage ist es so, dass diese generell ansteigt, wenn die Strommengen aus Erneuerbaren Anlagen steigt. Geht bei einer hohen Schneemenge die Erzeugung zurück, so geht die EEG-Umlage zurück, denn an die Anlagenbetreiber muss weniger Geld ausgezahlt werden. Parallel steigen die Vermarktungserlöse an der Strombörse, da weniger Strom aus EE-Anlagen vorhanden ist.

Ausgehend von diesen relativ einfachen Zusammenhänge wird auch die benötigte Strommenge im Winter ansteigen. In den vergangenen Jahren wurden bereits von den Übertragungsnetzbetreibern sogenannte Reservekraftwerke gesichert, die im Notfall Strom liefern sollen. Bevor man auf diese Reserve jedoch zurückgreift, wird an der Börse und besonders an den Spotmärkten der Preis stark ansteigen, was wiederum die Rentabilität von Braunkohlekraftwerken deutlich verbessert.

(Beitragsbild: Markito @ pixabay)

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