Nicht einmal 1% der stromerzeugenden Unternehmen werden vom BDEW vertreten, dafür aber fast 100% der Unternehmen, die an Stromkunden eine Rechnung schreiben. Die Pressemitteilung des Verbandes am heutigen Donnerstag lässt tief blicken.  „In vielen Regionen höhere Netzentgelte absehbar“ – damit lassen sich gerade bei größeren Unternehmen mit eigener Netzinfrastruktur auch in den kommenden Jahren die Gewinne auf Wachstum bürsten. Bereits in den Vorankündigung „EEG-Umlage 2016 Flüsterer und Versteher“ wurde bei blog.stromhaltig auf die Entwicklung der Netzentgelte eingegangen. Die Überkapazitäten beim Braunkohlestrom zollen ihren Tribut in steigenden Kosten für das Netz.

Der BDEW bittet mit den Worten um Vergebung:

„Die Netzentgelte, die im Schnitt etwa 23 Prozent des Preises ausmachen, werden von den staatlichen Regulierungsbehörden insbesondere mit Blick auf Kosteneffizienz geprüft und genehmigt. In vielen Regionen dürften die Netzentgelte im kommenden Jahr aufgrund des erforderlichen Aus- und Umbaus von Verteil- und Übertragungsnetzen weiter steigen. In den nächsten zehn Jahren sind wegen des Zubaus von dezentralen Photovoltaik- und Windenergieanlagen Investitionen in Milliardenhöhe allein in die Verteilnetze notwendig. Es müssen bestehende Stromleitungen verstärkt, neue Stromleitungen verlegt sowie Trafostationen und andere technische Einrichtungen installiert werden.“

Die Erhöhungen für das Lieferjahr 2016 lässt sich mit dem abgewürgten Zubau von Photovoltaik und stagnierender Onshore-Windkraft wohl kaum rechtfertigen. Woher die höheren Kosten für den Endverbraucher kommen, stand bereits im Juli 2015 fest.

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