Nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber betrug der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Quellen im September 27% . Der heutige Standardmix enthält damit mehr Strom aus Erneuerbaren Quellen, als der private Stromkunde anteilig dafür zahlt. Dass es sich hierbei allerdings um einen Vergleich zwischen Äpfel und Birnen handelt, scheint man auch beim Aktionsbündnis 100% Versorgungssicher mit Regenerativer Energie bemerkt zu haben. Die Infografik lässt sich dennoch sehen.

24% bezahlt - 27% geliefert
24% bezahlt – 27% geliefert

Dieser Vergleich ist insofern nicht zulässig, da in den Stromkosten deutlich mehr bezahlt wird, als nur die Erzeugung von Strom. Die Netzentgelte dürften sich in diesem Jahr in vielen Versorgungsgebieten stark erhöhen und mit der EEG-Umlage wird mehr als nur der Strom aus einzelnen Anlagen bezahlt.

Im ganz großen Bild ist die Aussage allerdings dann doch wieder zulässig, denn bei der Energiewende handelt es sich auch um den Umbau der Infrastruktur auf eine dezentrale Einspeisung und ein dezentrales Lastmanagement. Dieses hat Rückkopplungseffekte auf die anderen Kostenbestandteile. (Steuern werden an dieser Stelle einmal unterschlagen…)

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2 Gedanken zu “24% bezahlen – 27% bekommen – So sieht die Energiewende heute aus.

  1. Unzulässiger Vergleich, denn Einnahmen aus dem Verkauf des EEG Stroms kommen ja sozusagen noch zur Umlage obendrauf und sind in den restlichen 76% des Strompreis enthalten.
    Der Umbau der Stromversorgung ist mit der Umlage auch nicht vollständig finanziert, ein erheblicher Kostenfaktor, genauer der Umbau der Netze wird über die Netzentgelte finanziert.

    Aber das macht nix, die Kohlebergbau wird mit jährlich 1Mrd. € direkt aus dem Bundeshaushalt „gestützt“, die stehen fairer Weise auch gar nicht auf der Stromrechnung. :)
    Da habe es noch dutzende weiter Dinge mit denen die Kosten verschleiert werden. Die Ökosteuer, z.B. mit der ironischer Weise die fossilen Energieträger subventioniert werden.

    Keine Sau weiss in dem Durcheinander mehr, was die Stromversorgung wirklich kostet.

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