In einem Monat ist es wieder soweit: Die EEG-Umlage für das Jahr 2016 wird bekanntgegeben. Ein Werk, welches haftungsbeschränkt errechnet, zum Politikum ohne Ideologie verkommen ist. Viel Geld geben die Stromkunden für die Erstellung aus, doch der Blick in die Glaskugel gelingt nur bedingt. Über 3 Milliarden Euro haben die Stromkunden bislang (fast) zinsfrei laut aktuellem Kontoauszug angelegt. Erspartes auf einer Kriegskasse für Prognosefehler der Zukunft, welches dem Wirtschaftskreislauf entzogen weder für Essen, Bildung noch Freizeit zur Verfügung steht.

Es sind diese Handwerksfehler, die zunächst die EEG-Umlage haben verkommen lassen – als auch die Glaubhaftigkeit der Energiewende nachhaltig schaden.

Für das Gesamtjahr 2015 wurde die sogenannte Marktwert-Berechnung berechnet unter Berücksichtigung der Profilfaktoren eines Energy Brainpool Gutachten und Verwendung der Einspeiseprognose von IE Leipzig (vergl. Seite 10). Die Markterlöse sollen danach im Gesamtjahr 1.768.249.569€ betragen. Ende August waren es 1.134.533.199,95 € es hätten allerdings 1.326.000.000€ sein sollen. Die Markterlöse lagen somit 16% unter Plan! Eine derartige Fehlprognose im Business-Plan hätte bei der „Höhle der Löwen“  (VOX)  zu einem sofortigen Rausschmiss geführt.

An Kosten sind bis Ende August 2015 rund 16.457.965.802€ aufgelaufen. Die Prognose für das Jahr beträgt 23.158.849.803€  – bei einer 8/12 Rechnung die hier zulässig sein dürfte ergibt dies 15.439.233.202€ für den Stichtag – oder eine Abweichung vom Plan von 1.018.732.599€ Mehrkosten bei den Ausgaben.

Mit Sicherheit sind die Anlagenbetreiber schuld? Prognose der Auszahlungen abgezinst auf den Stichtag: 15.308.598.935 € – tatsächlich gezahlt laut Kontoauszug (ohne Liquiditätsreserve): 13.343.287.531,62€

Dies sind sehr viele Zahlen und sind ja nur 6,12 Cent die Kilo-Watt-Stunde. Wer allerdings an der Ermittlung der EEG-Umlage für dieses Jahr mitgewirkt hat, der sollte besser sein Geld weit von Terminmärkten und Börsen lassen.

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2 Gedanken zu “EEG-Kontrolle 2015

  1. „Einfach Wetterprognose“ würde ich nicht zustimmen. Ja, Klima ist ein Teil – aber durch den Mix aus allen EEG-Anlagentypen entsteht eigentlich ein recht genaues Bild. Zudem wird besonders bei den Kleinanlagen mir niemand erzählen können, dass die Abschläge täglich/monatlich angepasst werden.

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