Sie war noch zu jung, erzählt Josephine, um sich zu erinnern wie es damals war, als der Postbote noch nicht den Strom gebracht hat. Im Internet-Archiv hat sie einen 20 Jahre alten Beitrag gefunden, dass Stromanbieter im Jahre 2014 wohl auch nur 260 Stunden im Jahr Strom lieferten. Alles war damals anders, man kennt es noch von alten Gebäuden – bei denen ein dickes Kabel mit der Bezeichnung „Hausanschluss“  irgendwo im Keller zu finden war. Morgen ist es wieder soweit, Josephine bekommt den Strom geliefert.

Neulich beim Besuch im Altenheim hat ihre Urgroßmutter ihr erzählt, dass es heute ja schon fast so ist wie damals nach dem Krieg. Kohleschippen mussten sie da einmal im Jahr um Energie für den Winter zu haben. Josephine muss nichts schippen, denn der Postbote bringt das Gerät, welches etwa so groß ist wie ein Kühlschrank direkt in den Keller und verbindet den Stecker. Ja, den Radiowecker darf sie danach nicht vergessen neu zu stellen, denn noch immer hatte man keine Lösung gefunden, wie man den kurzen Stromausfall im ganzen Haus beim jährlichen Austausch der Stromboxen verhindern kann.

Für ihren Singlehaushalt hat sich Josephine das Modell Strombox 2400 entschieden. Es wird jährlich am 19. August getauscht und hat 2,4 MWh Strom, welcher dann über das Jahr verbraucht werden kann.  Sie selbst hat ein Abovertrag bei einem Versender aus Skandinavien. Ihre Freundin Grimhilde setzt lieber auf lokalen Strom, sie ist kauft die Box bei einem Bauern aus der Region.

Enzo, ein guter Bekannter von Josephine, hatte ihr empfohlen bei ihrem Arbeitgeber nach einem Anbote für Stromboxen nachzufragen. Gerade Betriebe, die noch eine Produktion hatten, konnten Ihren Mitarbeiter ein besonderes Angebot machen. Parallel zum Firmenwagen erhält man die Möglichkeit das Fahzeug auch am Haus anzuschließen. Der Strom, welcher am Arbeitstag in das Auto geladen wird, steht dann auch privat zur Verfügung. Josephine war die ganze Zeit dagegen – besonders wegen des nervigen Neustellen vom Radiowecker – jedoch die steuerlichen Vorteile und der günstige Preis stimmen sie langsam um. Bislang zahlte sie für ihre Strombox 2400 im Jahr etwa 2% des Gehaltes – beim Angebot vom Arbeitgeber lediglich 1%.

(Beitragsbild: jill111 @ pixabay)

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4 Gedanken zu “Wenn der Postbote klingelt, wird sie elektrifiziert…

  1. „noch immer hatte man keine Lösung gefunden, wie man den kurzen Stromausfall im ganzen Haus beim jährlichen Austausch der Stromboxen verhindern kann“ — ganz einfach: zwei Steckdosen

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