Ab 25,5 Grad Wassertemperatur darf keine zusätzliche Wärme in die deutschen Flüsse eingeleitet werden. Kommt diese Schwelle zeitgleich mit niedrigen Pegelstände, so bedeutet dies die Betreiber thermischer Kraftwerke eine wetterbedingte Zwangsabschaltung. Man könnte auch von eine ungeplanten Nichtverfügbarkeit  sprechen, welche zwar im Gegensatz zu Polen nicht direkt zu einem Brown-Out führen kann, jedoch das Rollenbild einer verlässlichen Stromerzeugung umdreht.

Weil zu Spitzenlastzeiten genügend Strom aus Photovoltaik und Windkraft vorhanden ist, braucht man sich in Deutschland im Sommer keine Sorgen machen.

Der Hochwassernachrichtendienst in Bayern meldet für die Messstelle in Ingolstadt bereits 25 Grad.  Fast zeitgleich trudeln vom nur wenige Kilometer entfernten Gaskraftwerk Irsching zwei Meldungen einer ungeplanten Nichtverfügbarkeit ein. Irsching 4 reduziert bis Samstag 0:00 Uhr die Erzeugung im Mittel um 180 MW, Irsching 5 bis Donnerstag 0:00 Uhr um 196 MW. Deutlich weiter abwärts der Donau in der Gegend um Regensburg  ist die Temperatur bereits über den Grenzwert angestiegen.

Gute Nachricht am Rhein bei Karlsruhe. Zwar  wurden am Mittwoch 25,1 Grad gemessen, was theoretisch das Rhein-Dampfkraftwerk (RDK)  sowie das Großkraftwerk Mannheim (GKM) betreffen würde. Es ist allerdings auch gemeldet , dass das GKM in Mannheim in der Zeit vom 17.08. bis zum 31.08. ohnehin in Revision ist. In Karlsruhe ist das RDK 8 von Donnerstag 14.08. bis Dienstag 24.08. für Wartungsarbeiten geplant nicht verfügbar.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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