Kommende Woche läuft die Einreichungsfrist des Weißbuchs zum  Strommarkt 2.0 aus (vergl. „Weißbuch zum Strommarkt 2.0 – Kurz vor dem Abpfiff„). Wie zu erwarten ist das Interesse der Populärmedien bislang eher gering, das Thema kritisch zu hinterfragen und dadurch die Bürger mit ins Boot zu holen.

Das Klaus Novy Institut, die EGM, ProSegen, Discovergy GmbH sowie blog.stromhaltig haben sich daher entschlossen eine gemeinsame Erklärung abzugeben. An dieser Stelle kann nur jeder ermutigt werden selbst eine Einreichung zu den 20 Maßnahmen der Gesetzesänderungen vorzunehmen. Selbstverständlich darf man sich auch aktiv an der Petition 60307 beim Deutschen Bundestag als anonymer oder bekennender Mitzeichner und in der Diskussion beteiligen.

Gemeinsame Erklärung

Das Weißbuch schildert einen Maßnahmenkranz, wie von der Politik von „Oben“ die Planbarkeit für Energieversorgungsunternehmen verbessert werden kann und da bei Klimaschutzziele der Energiewende im Mindesten erhalten bleiben.

Im Gegensatz zu den Energieversorgungsunternehmen stehen wir Bürger und Verbraucher.

Wir sehen die Bürger nicht nur als Verbraucher; wir sehen die Bürger in ihrer Doppelrolle als Verbraucher und zunehmend auch als Erzeuger von Energien aller Art.

Eine zukunftsweisende Reform des Strommarktes muss dem Wandel zur dezentralen Erzeugungs- und Verbrauchsgestaltung Rechnung tragen und Möglichkeiten verkehrswirtschaftlicher Verbindungen verbessern, mit denen der Ausgleich von Angebot und Nachfrage auch im lokalen und regionalen Bereich erfolgt.

Dazu gehören lokale Lieferbeziehungen, die mit einem zunehmenden Grad der Eigen- und Selbstversorgung auf eine wachsende Befreiung von der EEG Umlage setzen können.

Da das Weißbuch keine vorgesehenen Regelungen erkennen lässt, steht nach Auffassung der Unterzeichner zu befürchten, dass in der Folge des EEG 2014 und seiner bisherigen

Umsetzung Eigen- und Selbstversorgung weitere Diskriminierungen erfahren wird. Konzepte, Modelle und Techniken der Eigen- und Selbstversorgung sind vorhanden:

  • Das Konzept der genossenschaftlichen Bedarfsdeckung (Klaus Novy Institut KNi e.V., EnergieGenossenschaft Murrhardt (EGM) eG, ProSegen eG i.G.)
  • Das Modell eines Hybrid-Strommarktes (Thorsten Zoerner)
  • Die Technik der gleichzeitigen Messung von Stromerzeugung und Stromverbrauch (Discovergy GmbH)

Die Unterzeichner fordern den Gesetzgeber auf, die positiven Auswirkungen des dezentralen Ausgleichs von Angebot und Nachfrage durch Bürger-Aktivitäten im Gesetzgebungsverfahren umfassend zu berücksichtigen. Dabei wird ausdrücklich auf die kürzlich veröffentlichte Studie „Der zellulare Ansatz – Grundlage einer erfolgreichen, regionenübergreifenden Energiewende“ des VDE verwiesen.

Unterzeichner:

Klaus Novy Insitut KNi e.V.

EnergieGenossenschaft Murrhardt (EGM) eG

ProSegen eG i.G.

Thorsten Zoerner Hybrid Strommarkt

Discovergy GmbH

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