Es gibt Pressemitteilungen, aus denen kann man sehr viel lernen. Dank der RWE Meldung des Tages wissen wir:

Auf Basis von Berechnungen des renommierten Think Tank Frontier Economics müssen für die jetzt beschlossene Kapazitätsreserve pro Jahr gut 900 Millionen Euro aufgewendet werden, davon geht der geringere Teil an die Kraftwerksbetreiber.

und weiter

 Für den Durchschnittshaushalt entstehen somit zusätzliche Kosten von rund 8 Euro pro Jahr

Dreisatz: 8€/Jahr * x Haushalte = 900 Millionen € ….Nach X auflösen … macht 112.500.000 Haushalte

Bei durchschnittlich 2,3 Personen je Haushalt: 258.750.000 Einwohner in Deutschland

Ich würde sagen: Rentenproblem gelöst! Unbeantwortet bleibt im Beitrag, ob die Bevölkerungszunahme durch Zuwanderung oder Reproduktion entsteht.

Leider konnte kurzfristig keine Begründung von den Bevölkerungsforschern eingeholt werden.

Aber aber… es geht ja weiter:

Der ursprüngliche Vorschlag der Bundesregierung zum Klimabeitrag hingegen hätte jährliche Mehrkosten von etwa 4,3 Milliarden Euro nach sich gezogen, also bis zu 36 Euro pro Jahr für den Durchschnittshaushalt.

36€ *x Haushalte = 4,3 Milliarden  …. macht 119.444.444 Haushalte

Ok – es zahlen ja auch die Kommunen und Kleinbetriebe mit, was man berücksichtigen sollte.

Machen wir etwas weiter…

2,7 GW  Kosten 8 € pro Jahr (Ewigkeitskosten? – Für immer?)

Für 36€ hätte man dann 12,15 GW bekommen wenn Kosten/Nutzen linear sind. Geplant waren 22 GW – Es gibt also Mengenbrabatt?

 

 

 

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6 Gedanken zu “Think Tank Frontier Economics und RWE Power Chef Hartung rechnen mit Bevölkerungsexplosion

  1. Dreisatz rechnen können reicht hier leider nicht! 😉

    Nur 25% des Stromverbrauchs gehen auf die private Haushalte!

    Korrigiert man das Ergebnis entsprechend kommt man auf ca. 28 Mio Haushalte.
    Das ist aber wieder deutlich zu niedrig und deshalb wissen wir jetzt (ausgehend von den 39,93 Mio. Haushalten nach DESTATIS) ziemlich genau, wie umfangreich die Befreiungen für Großverbraucher von dieser Kapazitätsreserve sein werden!

    8 €/a x 40 Mio. Haushalte ~= 320 Mio. €/a

    Und ebenso 8€ Kapazitätsreservekosten/Haushalt / 550 TWh/a * 0,25 / 40 Mio Haushalte) ~= 0,23 Cent pro Jahr und KWh an Kosten für die Kapazitätsreserve.

    Sofern also ein einheitlicher Aufschlag für alle (nicht Befreiten) geplant ist, wissen wir, die restlichen 580 Mio. € die nicht von den Privathaushalten gezahlt werden kommen dann wohl von den „nicht Großverbrauchern“, vereinfacht den KMU.

    580 Mio / 0,23 Cent/a*kWh ~= 252 TWh nicht von der Kapazitätsreserve befreiter gewerblicher Stromverbrauch.

    Sofern also ein einheitlicher Aufschlag für alle geplant ist, werden wohl analog zu den Befreigungen von Netzentgelten und EEG-Umlage dann 160 TWh von den Kapazitätsreservekosten befreit werden.

    Das wiederum lässt dann auf eine weitere, indirekte Subvention von ~368 Mio. € für Großverbraucher schließen.

    Das passt prima ins Bild, KMU zahlen das was es kostet, Privathaushalte subventionieren die Industrie und der ganze Batzen Geld landet dabei bei Stromkonzernen deren Unfähigkeit zukunftsorientiere Märkte zu erschließen ja vergoldet werden muss, weil sie es sich einfach verdient haben, dass das ganze Volk ihre unternehmerischen Risiken trägt. :)
    Dabei sollte man nicht vergessen, dass insbesondere RWE und EnBW fast deutsche Staatskonzerne sind, da deren Anteile zu >90% von Kommunen und Bundesländern gehalten werden. Das heißt, deren Versagen zahlt ja ohnehin der Steuerzahler auf die eine oder andere Art. Warum man allerdings im Fall von Vattenfall das Geld in den schwedischen Wohlfahrt pumpen muss, ist mir eben so wenig klar, wie die Begründung dafür die Aktionäre von E.ON mit so viel Geld beglücken zu müssen.

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    • Es waren auch die Staedte und Kommunen die bei der letzten Volkszaehlung als Betrueger aufflogen, mehr als 1,5 Millionen Karteileichen hatten die in petto.

      Die Bevoelkerungszahl wurde – als das aufflog – stark nach unten korrigiert.
      In wie fern das die Haushaltszahlen betraf weiss ich nicht ….

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  2. Wenn ich die Pressemitteilung so lese, dann frage ich mich was bei der FORSA eine Umfrage kostet. Es entpuppt sich als pures Instrument käuflicher Meinungsmache, falls die Angaben in der Pressemitteilung den Tatsachen entsprechen. Dann fehlen nur noch Journalisten, die einen solchen Käse nicht deshalb schreiben weil sie daran glauben, sondern weil sie an die Nachrichtenaufmerksamkeit des Lesers glauben. Armes Deutschland.

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