Mit dem Weißbuch hat die Bundesregierung vertreten durch das Bundes-Wirtschaftsministerium die Bausteine und Maßnahmen für die Realisierung eines Strommarkt-Designs für die Energiewende veröffentlicht. Im Herbst 2015 wird, nach einer erneuten öffentlichen Konsultation, das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet werden.

blog.stromhaltig setzt sich für mehr Bürgerbeteiligung bei diesem Prozess ein, da jeder Stromkunde automatisch auch ein Akteur auf dem Strommarkt ist. Jeder Akteur sollte gleichberechtigt zu den anderen Marktteilnehmern sein (Kraftwerksbetreiber, Versorger, Verteilnetze, Speichanbieter, Systemdienstleister, … ). Mit dem Hybridstrommarkt wurde bereits ein Ziel entwickelt, wofür die Weichen in den Maßnahmen manifestiert werden sollen.

In den kommenden Wochen werden die einzelnen Maßnahmen hier einzeln thematisiert und kommentiert werden. Bei Bedarf sollen weitere Hintergründe bereitgestellt werden, mit denen eine Einordnung vorgenommen werden kann.

Die einzelnen Beiträge zur Diskussion werden parallel zur Veröffentlichung des BMWi auf diese Seite verlinkt werden. Über die Kommentarfunktion kann jeder Besucher entsprechend partizipieren. Zum Ende der Konsultationsfrist werden die entstandenen Inhalte in geeigneter Form dem Gesetzgebungsverfahren zugänglich gemacht. Gerne dürfen vorab Stellungnahmen per Telefon oder Email an die Kontaktdaten im Impressum eingereicht werden.

Baustein 1 „Stärkere Marktmechanismen“:

Die Maßnahmen des Bausteins 1 stärken die bestehenden Marktmechanismen. Die benötigten Kapazitäten können sich dadurch refinanzieren und der Strommarkt kann Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten.

Baustein 2 „Flexible und effiziente Stromversorgung“:

Die Maßnahmen des Bausteins 2 optimieren die Stromversorgung europäisch und national. Sie sorgen damit für einen kosteneffizienten und umweltverträglichen Einsatz der Kapazitäten.

  • Maßnahme 5 Weiterentwicklung des Strommarktes europäisch einbetten
  • Maßnahme 6 Regelleistungsmärkte für neue Anbieter öffnen
  • Maßnahme 7 Zielmodell für staatlich veranlasste Preisbestandteile und Netzentgelte entwickeln
  • Maßnahme 8 Besondere Netzentgelte für mehr Lastflexibilität öffnen
  • Maßnahme 9 Netzentgeltsystematik weiterentwickeln
  • Maßnahme 10 Regeln für die Aggregation von flexiblen Stromverbrauchern klären
  • Maßnahme 11 Verbreitung der Elektromobilität unterstützen
  • Maßnahme 12 Vermarktung von Netzersatzanlagen ermöglichen
  • Maßnahme 13 Smart Meter schrittweise einführen
  • Maßnahme 14 Netzausbaukosten durch Spitzenkappung von EE-Anlagen reduzieren
  • Maßnahme 15 Mindesterzeugung evaluieren
  • Maßnahme 16 Kraft-Wärme-Kopplung in den Strommarkt integrieren
  • Maßnahme 17 Mehr Transparenz über Strommarktdaten schaffen

Baustein 3 „Zusätzliche Absicherung“:

Die Maßnahmen des Bausteins 3 sichern die Stromversorgung zusätzlich ab. Maßnahme 18 Versorgungssicherheit überwachen

  • Maßnahme 19 Kapazitätsreserve einführen
  • Maßnahme 20 Netzreserve weiterentwickeln
Diesen Beitrag offline lesen
Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner
Noch keine Stimmen.
Bitte warten...

Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmst du der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen