Das aktuelle  System der Stromversorgung ist in die Jahre gekommen. Aus der einstigen Daseinsvorsorge in der staatlichen Grundversorgung ist ein marktwirtschaftlich orientiertes Stückwerk geworden, welches spätestens bei der Frage der Nachhaltigkeit an seine ideologischen Grenzen stößt. Von Planwirtschaftlichen Strukturen einiger weniger Marktakteure unter dem Dach der politischen Duldung ist ein Haifischbecken in kapitalistischer Manier entstanden. Doch Kapitalismus selbst bringt das System zu Fall, denn er setzt die Knappheit eines Gutes von Begehr voraus, um überhaupt zu funktionieren. Zuviel und keiner will – zuwenig und es muss doch noch genug vorhanden sein. In diesem Dilemma ist die Bundespolitik gefangen.

Mit dem Gürtel zum Hosenträger macht sich die Politik angreifbar, denn keiner weiß, wie viel (elektrische) Last der Gürtel eigentlich tragen soll. Szenarien im Kapitalismus setzen voraus, dass man beide Extremas denken darf und muss, zu große Knappheit – aber auch zu geringe Verknappung. Puffer oder Absicherung, die außerhalb des Systems entstehen, machen die Verantwortlichen erpressbar und zum Spielball außerparlamentarischer Interessen.

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