Berechnet man die Kosten für ein Projekt, dann benötigt man eine Spezifikation – oder zumindest einen Plan, wie man das Ziel erreichen möchte. Kosten für den Atomausstieg in Rückstellungen zu parken, ohne ein Endlager zu kennen, ist fast so grotesk, wie die Rückstellungen einer Bank für Gesetzesbruch.  Reichen Rückstellungen nicht aus, dann hat man in der Vergangenheit zu viel Umlaufvermögen verbrannt. Eigentlich ein rein firmeninternes Problem.

Was unterschiedliche Institute mit ihren Hochrechnungen jetzt machen – das DIW sich nun anschließt – ist Akzeptanz zu schaffen, dass ein internes Liquiditätsproblem von Unternehmen zum volkswirtschaftlichen Problem wird.

„Etliche Studien zeigen, dass die Kosten des Rückbaus und auch die Endlagerung sehr viel größer sein können als die Rücklagen, die die Konzerne gebildet haben“, sagte DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert am Donnerstag. Bisher haben die vier Versorger rund 38 Milliarden Euro als Reserven gebildet. Das DIW hat keine eigenen Rechnungen durchgeführt, wie viel Geld tatsächlich für den Atomausstieg nötig ist. Schätzungen anderer Institute gehen aber von 50 bis 70 Milliarden Euro aus, die benötigt werden. (Quelle: Dow Jones/Finanzen.net)

Wer hört da nicht schon die Rechtfertigung, dass die Infrastrukturumlage auch die Kosten für den AKW-Rückbau tragen soll? Als nächstes wird wohl  der Weg für mehr Toleranz geebnet, bei dem Atomkonzerne als systemrelevant für das Leben eingestuft werden.

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