(Berlin) Wie das Institut Acror Pilum herausgefunden hat, tragen Braunkohlekraftwerke  einem höchst relevanten Anteil an der Steigerung der Netzentgelte. Durch die Energiewende von Atomstrom zu Braunkohlestrom reichen die Leitungtrassen in weiten Teilen Ostdeutschlands nicht aus, die Strommengen in die Verbrauchszentren zu transportieren. Bis zum Jahresende rechnet das Institut mit einer Steigerung der monatlichen Kosten auf über 80 Millionen Euro.

Fehlender Netzausbau - Höchstspannungs Stromnetz in Thüringen/Sachsen
Fehlender Netzausbau – Höchstspannungs Stromnetz in Thüringen/Sachsen

Kosten für sogenannte Redispatches sind von allen Stromkunden zu tragen. Elektrische Energie, die in der Gegend um Dresden in das Stromnetz eingespeist wird, kann nur über einen Weg in Richtung Hannover oder in Richtung Hessen abgeleitet werden.  Eine isolierte Lage sorgt für ein Ungleichgewicht, welches durch den Stromhandel nicht ausgeglichen werden kann. In der Folge kommt es seit Jahren zu etlichen Eingriffen in die Betriebsführung der Kraftwerke.

Die Strommengen, die für Windkraftanlagen (WKA) und Photovoltaik-Anlagen in die betroffenen Netzsegmente eingespeist werden, sind marginal und überschreiten im 365 Tage-Horizont zu keinem Zeitpunkt die 10% Kapazitätsgrenze.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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