Mit Smart Grid 3.0 die Energiearmut verhindern

Per Crowdsourcing die Stromkosten decken…

„An anti-poverty program in Austin enables peer-to-peer energy sharing thanks to smart grid and Internet technologies.“ (schreibt EE-Times)

Ein sehr spannendes Projekt, welches letzte Woche unter der Bezeichnung Gridmates vorgestellt wurde und zeigt, was das Smart Grid tatsächlich leisten kann. Per Mausklick kann man Strom an einen anderen Haushalt verschicken, welcher sonst die Kosten nicht tragen kann. Spannend ist, dass man nicht nur neuen Strom kaufen kann, sondern auch durch einsparen im eigenen Haushalt ein Anrecht zum Versenden erhält.

Im vergangenen Jahr hatte blog.stromhaltig ein Startup aus Deutschland vorgestellt, welches sein Produkt als Volkskraftwerk bezeichnete. Die Pläne waren einfach beschrieben, wenn ein Stromkunde seinen Verbrauch zum Beispiel auf die PV-Einspeisung ausrichtet, so wird real für diesen Kunden in der Nacht zuviel Strom ins Netz eingespeist (und am Tag zu wenig). Daraus lässt sich ein Arbitrage-Geschäft bauen, dessen Profit man dem Allgemeinwohl zuführen kann.

Gridmates geht bei ihrem Vorhaben noch einen Schritt weiter. Man will einen neuen Anreizfaktor für den reaktiven Stromkunden, welcher nicht direkt Geld als Währung kennt. Die bislang umgelegte Strommenge ist zwar mit 528 MWh noch sehr gering, allerdings hat man sich als erstes Etappenziel auch nur 1GWh gesetzt und eine sehr dedizierte Gruppe in der Mobile Loaves & Fishes’ Community First! Village (s.h. Video).

Aus Sicht von Deutschland ist es wirklich beachtlich, welche andere Lösungen aus einem Smart Grid gewonnen werden können. Wir mögen zwar in diesen Tagen den 15. Geburtstag eines liberalisierten Strommarktes feiern, jedoch sind wir Meilen davon entfernt, dass ein Projekt wie Gridmates in Deutschland zulässig sein würde.

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