Die Eidgenossen hatten sich bereits gefreut, dass ab dem Sommer ein Zugang zum EU-Stromhandel stattfinden könnte.  Nach Bericht der Neuen Züricher Zeitung wird es nicht zu einer vorläufigen Teilnahme der Schweiz am EU-Stromhandel kommen. Zu Beginn des Jahres sah es so aus, als ob man die offenen Punkte zur Gerichtsbarkeit einfach offen lassen könne – zumindest hatte EU Energiekommissar Miguel Cañete dies signalisiert.

Nach NZZ angaben machte die EU klar:

Die Schweiz müsse sich zur Personenfreizügigkeit bekennen und ein institutionelles Rahmenabkommen abschliessen.

Physikalisch findet der Stromaustausch mit der Schweiz über Netzkoppelstelle 11XEBLD——–N der Amprion GmbH in Rheinfelden mit der EBLD Schweiz Strom GmbH statt. Daran wird sich auch mit dem Scheitern des Kompromisses wenig ändern. Allerdings wird die optimierte Nutzung auf Basis eines auf den Handel gestützten Engpassmanagements erschwert.

Die Amprion GmbH ist einer von vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland mit einem Stammgebiet im RWE-Kernland. Der Mutterkonzern RWE hält  nur noch eine Minderheitsbeteiligung (25,1 %) – Haupteigner ist die M31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Energie AG, ein Konsortium institutioneller deutscher Anleger aus den Bereichen Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke. Weitere Details zum Unternehmen können dem Performancebericht der CommerzReal 2013 entnommen werden.

Im Lieferjahr 2014 wurden insgesamt 10,3 TWh elektrischer Strom zwischen Deutschland und der Schweiz ausgetauscht. Die Schweiz kommt damit auf Platz 4 der wichtigsten Interconnect Partner (nach Österreich, Frankreich und Polen). Der Marktwert des transferierten Stroms lag  bei etwa 388 Millionen Euro.

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