Wer den alten Solarmodulen ein zweites Leben einhauchen möchte, der kann damit sogar Geld verdienen. Bitcoins sind eine virtuelle Währung, deren Coins (Münzen) dadurch entstehen, dass Computer auf der ganzen Welt in Zahlenkolonnen schürfen, ob darunter eine gültige Münze ist. Dieser Schürfprozess kostet Rechenzeit – aber auch Strom.

Die Sonne schickt uns keine Rechnung (schreibt Franz Alt) und die restliche Hardware findet in einer der Kisten auf dem Speicher. Photovoltaik als Gelddruckmaschine (ohne EEG Umlage – und selbstverständlich Off Grid).

Bereits im Jahre 2013 hatte ein Leser des Bitcoin-Talk Forum die Idee gepostet. Benötigt wird im Prinzip ein einfacher Laderegler, eine 12 V Batterie als Pufferspeicher sowie ein Mini-Rechner um die Miner anzusteuern. In meinem Fall dient als Mini-Rechner ein ganz normaler Raspberry Pi, welcher so konfiguriert ist, dass ihm auch ein Stromausfall nicht wirklich etwas anhaben kann.

Bevor man jetzt an unerschöpflichen Reichtum denkt, muss man einige weitere Eigenschaften der Bitcoins bedenken. Das Schürfverfahren wurde so konzipiert, dass es über die Jahre immer schwieriger wird neue (gültige) Coins zu entdecken. Der Wechselkurs der Bitcoins in reale Währungen unterliegt auch sehr starken Schwankungen.

Gerne Coins senden an: 1GodU5XorJqwAN6DgLZvSYEDdDKKwRB5Bm
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Heutige Rechner sind deutlich zu langsam, um nach Bitcoins zu schürfen. Die CPU eines Raspberry PI würde wahrscheinlich über vier Jahre benötigen, um überhaupt auf einen einzigen gültigen Coin zu stoßen. Als Miner verwendet man daher spezielle Mining-Hardware eine abgewandelte Graphikkarten CPU, deren Geschwindigkeit in GHPs angegeben wird (Giga Hashes pro Sekunde).  Ein neuwertiges Notebook kommt auf einen Wert von 0,04 GHPs – ein 16€ USB Miner auf 4 GHPs. Das Notebook benötigt 40W für Strom – der Miner 6W.

Selbstverständlich können mehrere Miner am gleichen Raspberry PI betrieben werden, allerdings sollte man dann einen USB Hub verwenden, bei dem die Stromversorgung der einzelnen Slots deaktiviert werden können. Beim Hochfahren des PI werden die Anschlüsse zunächst stromfrei geschaltet, bevor man diese nacheinander aktiviert.

Die Firma Solarminer aus Kanada hat die Idee etwas weiter ausgereift. Hier finden sich Miner-Stationen für mehrere 10.000 €. Zeigt aber, dass es noch immer lukrativ ist Bitcoins zu errechnen und dafür rein auf die Kraft der Sonne zu setzen.

Den Beitrag "Wenn das Solarmodul plötzlich Bitcoins druckt... offline Lesen:

6 Gedanken zu “Wenn das Solarmodul plötzlich Bitcoins druckt…

  1. Danke für den interessanten Beitrag. Wieviele USB miner hast Du im Einsatz? Welche Leistung hat dein panel? Funktioniert das auch jetzt im Frühjahr? Welche konkreten Ergebnisse hast Du mit Deinem setup erzielt? Also welche Einnahmen pro Tag, Woche, Monat? In einer Welt, in der die meisten mit speziellen Rechnerfarmen minen, hat man da mit einem pi einen Chance?

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    • Werde in einem getrennten Beitrag die Details schreiben – eventuell auch in einem anderen (DIY) Blog. Nur soviel: Aktuell verwende ich lediglich einen Miner mit gerade einmal 3 GHs – dafür konstant über 24 Stunden. Das ist nicht viel, aber mehr Panel hatte ich nicht :) – und auch die Batterie sollte in einem Live-Szenario noch getauscht werden. Frühjahr ist kein Problem, da die dies sogar besser ist als im Sommer. Winter ging übrigens auch… Vielleicht mich mal direkt anmailen, dann können wir das Setup noch etwas optimieren.

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  2. Von den Bitcoins habe ich schon gehört und auch schon eine Dokumentation gesehen. In der waren 1000 Rechner zusammengeschlossen und habe gerechnet. Das eine Solaranlage dies auch kann, kann ich mir schon vorstellen. Aber wielange dauert es denn bis meine Solaranlage einen Bitcoin errechnet hat? Und die grössere Frage ist, was kann ich mit den Bitcoins machen? Fazit: gut Idee die Solaranlage beziehungsweise Solarkollektoren noch anders zu verwenden.

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