Der German Energy Blog veröffentlichte am Mittwoch die Ergebnisse einer Tagesausschreibung  für sogenannte Sekundärregelleistung des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz Transmission GmbH. Für den Tag der Sonnenfinsternis hatte  das Unternehmen über die Ausschreibungsplattform zusätzliche 1,1 GW positive und negative Regelleistung am 18.03.2015 ausgeschrieben und Gebote für einen durchschnittlichen Leistungspreis von 546,58€ (Negativ) bzw. 579,70€ (Positiv) erhalten. Die Kosten dieser Auktion, welche auf die Netzentgelte umgelegt werden, werden erst nach dem Ereignis bekannt sein, wenn fest steht, welcher Abruf tatsächlich stattgefunden hat.

Das Ergebnis der jüngsten Ausschreibung zeigt, welche Aufschläge die Übertragungsnetzbetreiber für die Regelleistung zahlen müssen, die für den Zeitpunkt der Sonnenfinsternis gesichert wird.

Preisvergleich zur Wochenauktion

SRL Auktion Tagesauktion
20.03.
Wochenauktion 16.3-22.3. Differenz
NEG_HT 546,58 € 43,06 € +1169%
POS_HT 579,70 € 544,28 € +7%
Den Beitrag "Sonnenfinsternis: Preis für negative Regelleistung +1100% offline Lesen:

7 Gedanken zu “Sonnenfinsternis: Preis für negative Regelleistung +1100%

  1. Das man sich in einer G7-Industrienation wegen einer simplen Sonnenfinsternis monatelang intensiv mit der Stabilhaltung des Stromnetzes beschäftigen muss, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Rückschritt in das finsterste Mittelalter und zeigt sehr deutlich das massiv sinkende technische Niveau des Elektrizitätssystems, das bereits vor langer Zeit und für viele Jahrzehnte als eine wesentliche Errungenschaft gerade die Unabhängigkeit von der Willkürlichkeit der Naturkräften erreicht hatte . Ein massiver Rückschritt!

    Antworten
    • Kein Rückschritt, sondern große kontrollierte Fortschritte bei laufendem Betrieb. Den Managern in den Leitwarten unserer Übertragungsnetze gebührt ein großes Lob. Kein anderes Land der Welt beherrscht derart große pos./neg. Leistungsgradienten. Das ist nicht finsterstes Mittelalter, sondern sind wichtige Piloterfahrungen in einer sich wandelnden Welt, weit über G7 hinaus. Die in den letzten Jahren so beliebte Ablesekarte für den Stromverbrauch ist hingegen schon eher antiquiert, keine besondere Errungenschaft der letzten Jahrzehnte.

      Antworten
      • Hallo Herr Probst,

        die Sonnenfinsternis zeigt absolut klar, dass die EE selbständig vollständig unfähig sind, das Stromnetz auch nur ansatzweise aufrecht zu erhalten und sowas wird als Fortschritt bejubelt. Dessen Funktionieren wird ausschließlich durch die konventionellen KW sichergestellt, die jvon den EE-Verfechtern ja zutiefst verachtet werden. Was für eine exorbitante Ignoranz der Realität. Ohne EE bräuchten die Leitwarten-Ingenieure keine sinnlosen Regelhöchstleistungen vollbringen.

        Antworten
        • @Robel

          Klar, wenn wir es als fortschrittlich erachten, dass ganze Küstenstreifen wegen des Klimawandels im Meer ersaufen, ganze Landstriche radioaktiv versuchtund unbewohnbar werden oder sich in den Randgebieten Europas oder dem Nahen Osten die Menschen die Köpfe einschlagen für ein paar Energierohstoffe, dann müssen wir uns freilich keine Gedanken darüber machen, mit welcher Ignoranz wir Realität leugnen.

          Was für eine sinnfreie hirnakrobatische Höchstleistung Du da mal wider vollbracht hast, ist wohl nur damit zu erklären, dass es Dir stinkt, dass jetzt der reale Nachweis erbracht wurde, dass das „Rampenproblem“ faktisch inexistent ist und es damit nichts mehr gibt, was einen Umbau der Stromversorgung auf 100% EE bis 2050 entgegen steht.

          Antworten
  2. Pingback: Solar oder AKW besser für CO2 Verminderung? Seite 609 : Der Bericht betrifft die Totale Sonnenfinsternis, die 60% Abde...

Kommentar hinterlassen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

benötigt