Erstmalig Rückgriff auf Netzreservekraftwerk am Montag

Für den Montag 30.03.2015 und den Dienstag ist von den Übertragungsnetzbetreibern der erste Rückgriff auf die Netzreserve im Zuge eines strombedingten Redispatches geplant. In beiden Anweisungen soll die Wirkleistung erhöht werden.

Begin/Ende Netz Leistung Mittel Leistung Max Gesamt Leistung Anweisend Anfordernd Anlage
30.03.2015 31.03.2015 Grenzregion RZ 50Hertz – RZ PSE 141 160 3.390 Amprion 50Hertz Netzreservekraftwerk KMW 2
31.03.2015 01.04.2015 Grenzregion RZ 50Hertz – RZ PSE 160 160 3.840 Amprion 50Hertz Netzreservekraftwerk KMW 2

Ermächtigt werden die Übertragungsnetzbetreiber über die 2013 verabschiedete Reserve Kraftwerksverordnung. Es gab zwar bislang bereits Redispatches zu den klassischen Reservekraftwerken Walheim, Marbach, Irsching 3 oder Staudinger 4, jedoch noch keinen mit dem Ziel des Netzreservekraftwerks Mainz-Wiesbaden.

Am Anfang der Woche wird mit einer recht hohen Einspeisung von Ökostrom in das Stromnetz gerechnet, ob es sich daher um einen reinen Probelauf handelt, oder tatsächlich ein Abruf der Netzreserve zur Gewährleistung  einer Versorungssicherheit notwendig ist, kann am Sonntag nicht in Erfahrung gebracht werden.

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7 Antworten auf „Erstmalig Rückgriff auf Netzreservekraftwerk am Montag“

  1. Ich habe einige Fragen:

    Ausgekoppelt werden soll Mainz aber 50 Hertz operiert das Netz in Ostdeutschland.

    (Habe ich das so richtig verstanden?)

    Warum werden im 50Hertz-Bereich keine Kapazitaeten vom Netz genommen, zB. Braunkohle?

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    1. werde diese Frage genau so weiterleiten an die Presseabteilungen von Amprion und 50 Hertz Transmission. Am Wochenende konnte leider niemand erreicht werden.

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      1. und wo ich die Mail abgeschickt habe … – die Frage wer trägt die Kosten?

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      2. Durch Ihren Artikel von heute

        https://blog.stromhaltig.de/2015/04/oeffentliches-memorandum-braunkohle/

        wird mit klar wie das Propblem zustande kommt: durch einen Mangel an Uebertragungskapazitaeten werden Abschaltungen vor dem Engpass noetig, der Bedarf hinter dem Engpass muss dann mit Reservekraftwerken gedeckt werden.

        Die Kapazitaeten von Mainz-Wiesbaden werden also HINTER dem Engpass zugeschaltet um den Bedarf zu decken der irgendwo VOR dem Engpass nicht gebraucht, also abgeschaltet wird.

        Wieder was gelernt, danke!

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        1. Bitte 🙂 – Zur Vollständigkeit: Es gibt noch einen weiteren Grund ein Reservekraftwerk bei Überproduktion zu erhöhen, der sich aus der Blindleistung ergibt. Vielleicht dazu später mehr…

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  2. Ist die Netzreserve etwas anderes als die „Winterreserve“?

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    1. Von der Aktivierung Ja. Hier bestimmen die TSOs über eine Erzeugung, die vom Handel nicht benötigt wurde.

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