Am vergangenen Samstag ist wieder die Earth Hour des WWF, ein jährliches Zeichen für mehr Nachhaltigkeit beim Stromverbrauch. Vor 8 Jahren hatte man sich noch Sorgen gemacht, ob das Stromnetz aus dem Takt kommt, wenn für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet werden. Mittlerweile ist allen klar, dass  überhaupt nichts passiert.  Bei den Stadtwerken Heidenheim lässt man sich sogar zu folgender Aussage verleiten:

Es würde sich nicht einmal dann signifikant bemerkbar machen, wenn nicht nur das Licht, sondern alle privaten stromverbrauchenden Geräte abgestellt würden, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Viktoria Mayer. (Quelle)

Eigentlich ein Schlag für sämtliche Stromsparinitiativen und die Bedeutung des häuslichen Stromverbrauchs.

Stromverbrauch Deutschland - Earth Hour 2015
Stromverbrauch Deutschland – Earth Hour 2015

Dank moderner Leuchtmittel, kann die Earth-Hour als Ereignis keine Auswirkungen im Stromnetz haben. Selbst bei der Netzfrequenz sieht man geringere Ausschläge, als zum Beispiel an den Stundengrenzen eines jeden anderen Tags. Die Aussage von Frau Mayer ist allerdings beunruhigend, wenn sie in dieser Form zutrifft, denn sie bedeutet, dass die privaten Stromkunden auch keine Auswirkungen auf die Netzdienlichkeit haben. Vorkehrungen, wie sie für Lastspitzen getroffen werden, spielen keine Rolle.

Nächstes Wochenende ist das Osterfest, welches traditionell mit einem sehr geringen Stromverbrauch bei der Industrie verbunden ist. Viele Kraftwerke werden heruntergefahren sein, und es wird nur wenig Strom im Netz fließen. Mal sehen, ob es in Wetzels-Welt nicht wieder eine Warnung gibt…

 

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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