Der Bericht untermauert zudem die Analysen des BMWi, dass in Deutschland sowohl gegenwärtig keine Engpässe, als auch im Jahr 2020/2021 keine Engpässe bei der Versorgungssicherheit bestehen.

Am Mittwoch veröffentlichte das Bundes Wirtschaftsministerium eine Pressemitteilung zum gemeinsamen Versorgungssicherheitsbericht der Länder Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz. Die Stabilität der Erzeugung von Strom in Deutschland nimmt darin -nicht nur wegen der zentralen Lage – eine entscheidende Stellung ein.

Staatssekretär Baake:
Gemeinsamer Versorgungssicherheitsbericht mit unseren Nachbarstaaten ist Meilenstein bei Gewährleistung grenzüberschreitender Strom-Versorgungssicherheit

Das Pentalaterale Energieforum (PLEF) hat heute einen gemeinsamen Versorgungssicherheitsbericht (PDF: 3,2 MB) für Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. Mit diesem Bericht haben zum ersten Mal Nachbarstaaten ihre Erzeugungskapazitäten im Strombereich gemeinsam berechnet und dabei die wechselseitigen Einflüsse im Binnenmarkt berücksichtigt. Große Vorteile liegen beispielsweise darin, dass in den beteiligten Ländern die Höchstnachfrage nach Strom niemals gleichzeitig auftritt und daher Strom aus Nachbarstaaten maßgeblich dazu beiträgt, die Nachfrage zu decken. Die Analyse zeigt zudem, dass dieVersorgungsicherheit in Deutschland auch im Jahr 2020/2021 auf höchstem Niveau gewährleistet bleibt.

Der Staatsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake: „Der erste gemeinsame Versorgungssicherheitsbericht ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem tiefer integrierten und besser funktionierenden Binnenmarkt für Strom und damit vor allem auch für die grenzüberschreitende Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Die intensive Arbeit an dem Bericht zeigt den Erfolg einer verstärkten regionalen Kooperation. Angesichts der großen Herausforderungen bei der Flexibilisierung des Strommarktes müssen wir uns stärker in regionalen Clustern auf neue Lösungsansätze einigen.“

Der Bericht des Pentalateralen Forums, der den Zeitraum bis zum Winter 2020/2021 abdeckt, liefert eine wichtige Basis für eine einheitliche Definition und ein gemeinsames Monitoring der Versorgungssicherheit in Europa. Die Übertragungsnetzbetreiber haben sich in intensiven Diskussionen auf gemeinsame Annahmen und methodische Ansätze geeinigt. Auch die Europäische Kommission hat in ihren jüngsten Überlegungen zur Energieunion das Bestreben nach regionaler anstelle rein nationaler Bemessung und Gewährleistung von Versorgungssicherheit unterstützt. Der Bericht untermauert zudem die Analysen des BMWi, dass in Deutschland sowohl gegenwärtig keine Engpässe, als auch im Jahr 2020/2021 keine Engpässe bei der Versorgungssicherheit bestehen. Konkret haben alle quantitativen Indikatoren für Versorgungssicherheit wie LOLE (Loss of Load Expectation) den Wert Null. Dies bedeutet, dass für Deutschland innerhalb des abgedeckten Zeitraums keine knappheitsbedingten Versorgungsunterbrechungen zu erwarten sind.

In dem 2005 gegründeten Pentalateralen Forum (PLEF) arbeiten unter dem Vorsitz der zuständigen Ministerien Regulierungsbehörden, Netzbetreiber, Strombörsen und Vertreter der regionalen Marktparteien-Plattform zusammen, um die regionale Strommarktintegration voranzubringen.

Der Bericht sowie weitere Unterlagen sind auf der Internetseite des BMWi verfügbar:

Ergänzende Informationen zum „Pentalateral Generation Adequacy Assessment“:

Der Bericht verwendet erstmals einen probabilistischen Ansatz – also eine (mit Blick auf das Risiko einer Systemunterdeckung) wahrscheinlichkeitsorientierte Risikoanalyse mit stundengenauer Auflösung statt des statischen Ansatzes nationaler Leistungsbilanzen. So kann die Bedeutung dargebotsabhängigererneuerbarer Energien und damit stochastisch verfügbarer Erzeugung besser berücksichtigt werden.

(Text Pressemitteilung: BMWi)

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