Aufgrund des aktuellen Interesses unserer Kunden an unseren Produkten haben wir eine sehr hohe Anzahl an E-Mails zu verzeichnen. Daher bitten wir Sie um Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer E-Mail ein paar Tage dauert. (Quelle: eMail RWE Tochter Süwag)

Es ist ein sehr eigenwilliges Theater, welches Vorstandschef Peter Terium bei der Vorstellung des  Geschäftsberichtes für 2014 der RWE AG vorführt. Da mag sich der Kapitalgeber kurzfristig über das Plus unter dem Strich freuen, existiert ansonsten einzig die Alternative des De-Invests bei einem roten Bärenmarkt mit Artenschutz.

Wer nicht flüchten kann, muss zusehen, wie zunehmend schlechte Noten für die Hausarbeiten  eingefahren werden. Der einstige Musterschüler wird zum Problemkind mit Lernschwäche im Portfolio der kommunalen Träger. Am Ende zahlt die Staatskasse für fehlende Nachhaltigkeit in den goldenen Jahren.

  • Umsetzung von Effizienzsteigerungen schneller als erwartet
  • Haushaltsüberschuss ein Jahr früher erzielt
  • Wachstumsoptionen rücken in den Vordergrund
  • Erosion der Kraftwerksmargen setzt sich fort
  • Niedrigeres Ergebnis für 2015 erwartet

(Quelle: Pressemitteilung RWE AG)

Das Kerngeschäft der RWE AG war einst die Sicherheit, die den Kunden und Investoren suggeriert wurde.  Eine Lastreduzierung, wie am Pfingstmontag 2014, lässt Zweifel aufkommen, ob Effizienzsteigerung der vergangenen Jahre nicht auf Kosten der Verlässlichkeit  gegangen ist. Ein kapitaler Schaden, wenn man für ein hochpreisiges Produkt stehen möchte.

Die Erosion der Kraftwerksmargen lässt sich stoppen durch optimierte Platzierung am Markt. Gemessen wird auch hier an den Börsenpreisen, obwohl die Vermietung ganzer Kraftwerke an Großkunden dem Konzern nicht fremd sein sollte. Vorweggehen, durch Nutzung aller Optionen.

2015 will RWE das Ziel einer nachhaltigen Effizienzverbesserung von 1,5 Mrd. Euro erreichen, zwei Jahre früher als ursprünglich prognostiziert. Das Effizienzprogramm wird um weitere 500 Mio. Euro auf insgesamt 2 Mrd. Euro aufgestockt, die ab 2017 erzielt werden sollen.

Kunden sind für jedes Wirtschaftsunternehmen der Umsatzbringer, das gilt für Autobauer und für Energiekonzerne. Es bringt wenig, wenn die Effizienz verbessert wird, die Kunden allerdings nicht gebunden werden können.

Das britische Vertriebsgeschäft hatte eine ganze Reihe von Belastungen zu verkraften, u.a. fielen die Kosten für nötige Restrukturierungsmaßnahmen im Kundenservice höher aus als erwartet.

Für Deutschland dürfte das Bild ähnlich ausfallen. Das hohe Interesse an den Produkten des Unternehmens, welches den Anrufer beim Kundenservice auf Wartezeit einstimmt – oder bei Mails als automatische Rückantwort folgt – zeigt, dass hier Potential nach oben ist.

Schafft man überhaupt das Wirtschaftsgut an den Mann oder die Frau zu bringen? Fraglich, wenn ein Standardprozesse wie der MSB-Wechsel nach 4 Jahren noch nicht abgeschlossen werden kann (AZ12569/12 – Schlichtungsstelle Energie e.V.) . Die Folge sind Transaktionskosten, die an anderer Stelle wieder erwirtschaftet werden müssen. Schwächen eines Unternehmens, die Substanz verspielen.

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