Beim Branchendienst Proteus-Solutions schreibt Hans-Josef Fell:

Trotz des enttäuschenden Ausgangs aller bisherigen UN Klimakonferenzen und der Erwartung, dass auch von der diesjährigen UN Klimakonferenz in Paris keine wirkliche Klimaschutzwirkung zu erwarten ist, tut sich viel in Richtung eines wirksamen Klimaschutzes: der Siegeszug der Erneuerbaren Energien beginnt sich nun auch weltweit in eine Reduktion der CO2 Emissionen auszuwirken.

Weltweit ist die CO2 Emission (leicht) rückläufig, allerdings sieht die Bilanz für Deutschland wegen Billigstroms aus Braunkohle nicht ganz so positiv aus. Das tägliche Monitoring der Kohlendioxid-Emission zur Stromerzeugung gibt Grund zur Sorge. Allein am Donnerstag zeigt die Uhr auf 892.799 Tonnen freigesetztes Treibhausgas.

Dank der durch das deutsche EEG günstig gewordenen Erneuerbaren Energien können diese nun ihren ökonomischen Durchbruch weltweit verbreiten und somit endlich eine Phase des beginnenden Klimaschutzes einläuten. Auch wenn die Politik in Brüssel, Berlin und München versucht die Erneuerbaren Energien auszubremsen, der weltweite Siegeszug beschleunigt sich immer mehr und verdrängt allmählich sogar das klimaschädliche fossile Energiegeschäft.

Die aktuell vorherrschende Regelung der vollständigen Zwangsvermarktung des Stroms aus Erneuerbaren Quellen sorgt für einen Preiskampf auf dem Preisbestimmenden Spotmarkt. Das eigentliche Grünstromprivileg, welches dem Ökostrom einen Vorrang einräumt wird in der Praxis durch eine Vermarktungspflicht realisiert. Die vier Übertragungsnetzbetreiber müssen den Ökostrom verkaufen, damit das Bilanzgleichgewicht gehalten bleibt – zur Not auch für einen negativen Preis. Verursacht durch den sogenannten Merit-Order-Effekt werden Kraftwerke mit teuren Brennstoffen aus dem Markt gedrängt. Nicht so die Braunkohle. Auf die Kohlendioxidemission hat dies verheerende Auswirkungen.

Fossile Stromerzeugung am 26.03.2015

Strom aus CO2 je MWh Erzeugung am 26.03.2015 CO2 am 26.03.2015
Steinkohle 902 kg 402409.8 MWh 362974 t
Abfall 570 kg 1778.6 MWh 1014 t
Erdgas 411 kg 101370.8 MWh 41663 t
Braunkohle 1161 kg 414992.2 MWh 481806 t
Mineralöl 776 kg 6884 MWh 5342 t

Lösung geht nur über den Strommarkt

Hybridstrommarkt - für die Energiewende in Bürgerhand
Hybridstrommarkt – für die Energiewende in Bürgerhand

In der aktuell anhängigen Diskussion über einen Strommarkt der Energiewende sind die Marktmechanismen genauer zu beleuchten, die hinter dem Merit-Order-Effekt stecken. Beim Design des Hybidstrommarktes  wurden verschiedene Szenarien entwickelt, die eine Entkopplung der Spotmärkte von der Verknappung bieten.

Bis zum Jahre 2017 könnte in Deutschland ein Marktmodell eingeführt werden, welches im Prinzip eine Liberalisierung der Vermarktung darstellt und gerade dadurch klimafreundlich ist.  Ende Februar 2015 hatte blog.stromhaltig die Subsumtion des Strommarktes der Energiewende  dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zugestellt. Soll Deutschland als Beispiel voran gehen, dann muss ein Signal auch bei der Reformation des Markdesigns gesetzt werden.

In den ersten 3 Monaten dieses Jahres wurden bereits mehr als 22 Milliarden Euro verfeuert.  Gerade durch die Verstromung natürlicher Ressourcen verursacht jeder Bundesbürger bislang mehr CO2, als er an Nahrung aufnimmt. 20 Tonnen des Treibhausgases pro Kopf seit 2013.

Den Beitrag "892.000 Tonnen am Tag - Erfreuliche Entwicklung der CO2 Emissionen? offline Lesen:

Kommentar hinterlassen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

benötigt