Lieber Stefan Schultz, Lieber Spiegel,

nein, ich bin keiner, der von einer Lügenpresse ausgeht. Im Gegenteil, guter Journalismus ist wichtig für die Meinungsbildung. Der Beitrag So könnte der Strommarkt der Zukunft aussehen, stößt bei mir allerdings auf Unverständnis.

Ist der Hybridstrommarkt tatsächlich nicht bekannt gewesen? Der pseudo Diskurs im Beitrag stützt sich scheinbar nicht auf die genannte Quelle „Expertenvorschläge beim BMWi“ , sondern eher die Pressetexte der Lobbygruppen.  Geld in die Hand zu nehmen für Pressearbeit lohnt sich, da die Recherche in der E-Mail Inbox aufhört?

Ein Berliner Dienstleister, der sich unter anderem auf die Preise an der deutschen Strombörse spezialisiert hat, soll ein Konzept hervorbringen können, welches den Stromkunden zum mündigen Player macht? Der Dienstleister, der sich bei der EEG-Umlage für das Jahr 2015 richtig schön verrechnet hat?

Wo bleibt eigentlich die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Modell, welches kein PR-Budget hat – und seine Verbreitung rein über ein Crowdfunding sicherstellen muss?

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