Mehr dezentrale Stromerzeugung – Tennet bereitet sich auf Rekord Wind vor

Die für den heutigen Freitag erwartete Windfront mit einer Rekordeinspeisung von 28.000 Megawatt Windenergie in das deutsche Stromnetz stellt das Höchstspannungsnetz vor große Herausforderungen. Die hohe Einspeisung belastet das Netz stark und führt zu Transportengpässen. (Quelle Tennet TSO)

Wie der Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, gibt es an diesem Freitag eine ähnliche Situation, wie letztes Jahr beim Sturm Xaver. Das Stromnetz, welches auf mehr als 80 GW ausgelegt ist, soll mit 28 GW Windstrom zurecht bekommen – und erhält von der Strombörse keine Unterstützung. Durch die Prämisse des Handels, dass Deutschland eine Kupferplatte ist, bei der die vorhandenen Leitungen keine Rolle spielen, rechnet Tennet TSO mit umfangreichen Re-Dispatch Maßnahmen.

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Visualisiert man die Eingriffe der letzten Stunden auf einer Karte, so fällt auf, dass besonders die Kraftwerke im Süden reduzieren müssen.

„Zeitweise werden heute ca. 20 konventionelle Kraftwerke gleichzeitig für solche Maßnahmen genutzt werden.“

Ein abgewürgter Ausbau der Solarenergie und ein deutlich verlangsamter Ausbau von Windkraft in Baden-Württemberg und Bayern, sorgt am Freitag dazu, dass der Strom eine sehr große Distanz zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch zurück legen muss.

Tage wie diese, die etwa einmal pro Jahr vorkommen, zeigen, dass die Stromlogistik viel stärker in den Preisen des Handels eingearbeitet werden muss. Von Börsenbetreiber und Stromhändler liegen hierzu bislang keine Konzepte vor.

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