europa_physikalische_vernetzung

Die Energiewende in Deutschland sollte auch im Europäischen Kontext gedacht werden. Am Stapellauf der Norwegian Pearl im Jahre 2006 kann man sehr gut erkennen, wie ein Schaltvorgang im Stromnetz in Deutschland einen Blackout in Frankreich, Belgien, Italien, Niederlande und Spanien auslöste.

Den Beitrag "Denkgrafik: Ist die Deutsche Energiewende in Europa vernetzt? offline Lesen:

5 Gedanken zu “Denkgrafik: Ist die Deutsche Energiewende in Europa vernetzt?

    • Zitat aus dem Link:
      Der größte Energieversorger aus dem Nachbarland wäre sofort in der Lage, die Leistung aller bayerischer Atomkraftwerke zu ersetzen. Der Vorteil dabei: Es müssten auch keine neuen Leitungen gebaut werden

      Antworten
      • Eben.
        Die Netze koennten viel mehr Versorgungssicherheit bieten – zB. Umwege bei Stoerungen erlauben – wenn denn etwas mehr ueber den eigen Acker hinaus betrachtet und bewirtschaftet wird.

        Viele Staaten blockieren den internationalen Ausbau.
        Da Tennet oder 50 Herz nicht zum Zuge kommen wuerden wenn der staatliche oesterreichische Verbund Bayerns Versorgungswege managt kann ich mir schon vorstellen warum man auf die Trasse von Norddeutschland hin plant.

        Von Polen ist bekannt das man keine weiteren Anschluesse an das nordeuropaeische Netz wuenscht da sonst die heimischen KKWs und Kohleminen unmittelbar betroffen waeren.

        Seit Jahren versucht Spanien bessere Anschluesse an Frankreich zu bekommen, bis auf eine einzige zusaetzliche Leitung wurde nichts erreicht:

        http://www.euractiv.com/sections/energy/electricity-linkage-target-dropped-ahead-eu-summit-309410

        Es sind diese Anschlussunterversorgungen welche der heimischen Mafia den Markt ebnen.

        Mit besseren Anschluessen waeren die Atomstrommaerkte und Fossilmaerkte tot, ausgepreist:

        http://www.ft.com/intl/cms/s/0/85ca1fbe-04f6-11e4-b098-00144feab7de.html#axzz3LmWWJNoo

        Antworten
  1. Irgendwie gefällt mir der Gedanke „alles mit allen zu vernetzen“ überhaupt nicht.

    Zum einen ist das eine Rückschritt, wenn Dezentralisierung wirklich beabsichtigt sein soll und gleichzeitig ist jeder km Netz ein physikalisch bedingtes energetisches Verlustgeschäft. Es mag ja bei der „Vermarktung“ von Strom nützlich sein, an keinerlei Physik gebunden zu sein, sparsam im Sinne von Energieeffizienz ist das Verschieben el. Energie über Netze auf keinen Fall.

    Wenn etwas „verschoben“ werden muss, dann bitte (als Konzept) das Verschieben von gespeicherter Energie z.B. aus P2G. Der „Empfänger“ kann daraus machen was immer er gerade benötigt. Die Pipeline und gut ausgebaute lokale Gasnetze existieren bereits. Die Mischung von synt. „Erdgas“ und möglichst sauberem tatsächlichen Erdgas ist mit Sicherheit problemlos möglich.

    Die Übertragungskapazität von Methan (synthetischem oder natürlichem) ist ungleich größer und ohne jeden Trafo dazwischen recht simpel in unterirdischen Rohrleitungen möglich. Warum also nicht „hauptsächlich“ P2G und „nebensächlich“ el. Strom dezentral und dabei schwerpunktorientiert gleich da wo immer das möglich ist ?

    Ein Stromnetz überall da wo das unumgänglich ist und ansonsten mit Zielrichtung auf den Primärenergiebedarf speicherbares „Mischgas“ jedenfalls bis das natürliche Gas zu teuer, zu wenig wird was ja nicht nur für Pessimisten absehbar in der mittleren bis näheren Zukunft liegen / passieren dürfte.

    Einfach mal nachrechnen, was eine „Netto kWh“ so „Brutto“ energetisch kostet. Geld – unser „Fiat Geld“ mag je beliebig vermehrbar sein, Energie jenseits der EE eher wohl nicht ….

    Wie zuvor bei den EE (PV & Windkraft) konnte / wollte keiner so recht „glauben“ wie erfolgreich das bei einem ernsthaften Versuch wohl ausgehen würde. So sieht das z.Z. auch für „Sekundärenergie“ aus EE aus. In hoffentlich absehbarer Zeit wird sich auch dieses Konzept durchsetzen müssen – oder glaubt jemand ernsthaft, die nahezu 80% nichtelektrischer Energie in D und sonstwo kommt gratis und für unbegrenzte Zeit ? Der notwendige Paradigmenwechsel ist keineswegs „nur“ auf el. Strom zu 100% aus EE beschränkbar. Ganz „nebenbei“ wären damit auch jede Menge Speicherprobleme elegant zu umgehen.

    Jetzt kommt sicher der (derzeitige) Gesamtwirkungsgrad „ins Spiel“ – aber man kann nur einen Tod sterben – Wirkungsgrad für Strom über tausende von km und wenigstens ein halbes Dutzend „Trafo-Hops“ oder eben Umwandlungsverluste bei der durchaus vielfältigen Gasnutzung mit „eingebauter“ Speicherung und praktisch unsichtbar.

    Antworten

Kommentar hinterlassen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

benötigt