Ein fester Bestandteil im Haushalt vieler Gemeinden sind die Konzessionsabgaben der Energieversorgungsunternehmen. Jährlich werden über diesen Abgabenposten mehr als 370 Millionen Euro von der Stromrechnung der Bürger an die Kommunen überwiesen. Die Höhe der Konzessionsabgabe ist abhängig von der Größe der Gemeinde und fängt bei 1,32 ct/kWh an und endet bei 2,39 ct/kWh für große Städte (mehr als 500.000 Einwohner).

Wie das IAP mitteilt gehen die aktuellen Prognosen der Netzbetreiber für das kommende Wirtschaftsjahr von einem Rückgang der Verbrauchsmengen von –6,8% aus. Bei einer 3.000 Einwohner Gemeinde fehlen damit etwa 70.000€ zur Deckung von anstehenden Ausgaben bei Schulen, Kindergärten oder dem Neubau eines Feuerwehrhauses.

Die Zahlen beruhen auf die Prognose der Prognos AG, die im Zuge der AusglMechV eine Schätzung des Letztverbrauchsabsatz für Nicht-privilegierter, voll umlagepflichtiger Letztverbraucher.  Auf Basis der Hochrechnung vom 08.10.2014 wird dieser im kommenden Jahr deutlich zurück gehen.

Kommunen mit Stadtwerken doppelt betroffen

Gemeinden und Städte mit einer direkten Beteiligung an einem Stadtwerk dürften den starken Verbrauchsrückgang doppelt spüren, da sowohl der Posten für die Konzessionsabgabe zurück geht, als auch die Absatzerlöse aus dem Stromhandel.

Wie bereits im Beitrag Eingeladen zu Hinterfragen beschrieben, gehen die Netzbetreiber im kommenden Jahr auch von einem Anstieg der Profilservicekosten aus, die den Gewinn von Stadtwerken und kommunalen Netzbetreibern weiter belastet.

Wirkung erst in 2017 sichtbar

Durch die Verfahrenspraxis bei der Abrechnung der Konzessionsabgabe, werden sich diese erst im Jahre 2017 tatsächlich auswirken. Es ist üblich, dass die Kommunen erst 2 Jahre nach Verbrauchsjahr die Überweisung der Abgabe erhalten.

Für eine solide Aufstellung des Gemeindehaushaltes sollten die Kommunen daher hergehen und auf die Prognosen der Vorjahre schauen. Diese sind auf den Seiten der Netztransparenz abrufbar.

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