Wie verschiedene Medien am Sonntag Abend berichten, will der Stromkonzern E.ON in Deutschland aus der Stromerzeugung aussteigen. Die bestehenden Kraftwerke (Atom, Gas, Kohle) sollen an der Börse vermarktet werden. Im Unternehmen bleibt der Netzbetrieb.

Die Meldung bestätigt einen Verdacht, der bei blog.stromhaltig bereits vor zwei Wochen aufgekommen ist. Das Geschäft der Energiekonzerne liegt nicht mehr in der Erzeugung, sondern in der Gestaltung einer internen Stromlogistik.  Das bestehende Marktmodell hat dafür gesorgt, dass jegliche Stromerzeugung, die ohne Brennstoffkosten auskommt bei Verfügbarkeit zur vollständigen Verdrängung anderer Kraftwerke sorgt.

Bereits heute zahlen Stromkunden mehr Geld für den Netzbetrieb als für die Erzeugung elektrischer Energie.  Von durchschnittlich 28 Cent je Kilo-Watt-Stunde bleiben zum Teil weniger als 4 Cent für den Erzeuger.

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6 Gedanken zu “E.ON will aus der Stromerzeugung aussteigen

  1. Offenbar überrascht diese Entscheidung doch einige „Mitmenschen“ deutlich mehr als sie Dich überrascht hat ….

    So ist diese nun auf „Google News“ die Top-Meldung – eine schöne Zusammenfassung findet sich hier : wallstreet : online „ROUNDUP/Radikaler Wandel Eon sagt Atom, Kohle und Gas Adieu“
    ZITAT
    Eon schiebt einen Schuldenberg von 31 Milliarden Euro vor sich her. Da mutet der Verkauf des gesamten Geschäfts in Spanien und Portugal an den australischen Investor Macquarie zu einem Unternehmenswert von 2,5 Milliarden Euro wie ein Tropfen auf den heißen Stein an. Neben dieser von Experten erwarteten Veräußerung prüft Eon auch den Verkauf des Geschäfts in Italien. Zudem soll das Explorations- und Produktionsgeschäft in der Nordsee evenfalls noch vor der Neuaufstellung strategisch überprüft werden.
    ZITAT/ 😯

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  2. Wenn nach der Ausgliederung E.ON auch die Mehrheitsbeteiligung abgibt, dann muss das neue Unternehmen auch nicht mehr in der Bilanz konsolidiert werden. Geht das neue Unternehmen dann insolvent und reichen die Rückstellungen nicht aus, dann müsste E.ON nicht mehr haften.

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  3. Wer soll denn eigentlich das neue Betreiber-Unternehmen besitzen? Mit den Aktien wird ein Haftungsrisiko eingekauft. Die Risikoinvestition, wird die staatlich abgefedert? Ich finde den Jubel albern, auch wenn in der Strategie auch Chancen stecken könnten.

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