Die aktuelle Verrechnung der EEG-Umlage beruht auf die Vergütung der eingespeisten Strommenge. Dies führt dazu, dass eine Marktintegration notwendig ist, die selbst durch das am Freitag vorgestellte Grünbuch nicht vollständig gelöst werden kann. Klimaziele rücken in weite Ferne.

Anstelle die EEG-Vergütungen an Kilo-Watt-Stunden zu koppeln, könnte man diese auch an reduzierten CO2 Ausstoß koppeln und eine Umlage auf CO2-Zertifikate erheben. Die Stromkunden und die Industrie würden unmittelbar entlastet und eine Kapazitätsplanung von Kraftwerken würde auf Basis von Klimazielen erfolgen.

Am 31.10.2014 wurden  in Deutschland allein durch die Solaranlagen 12,5 Tausend Tonnen CO2 eingespart, da 23 Giga-Watt-Stunden Strom in das Netz eingespeist wurden. Zur gleichen Zeit kostete ein CO2-Zertifikat 6 EUR.  Dies entspricht einem Marktwert von 75.000 USD für die Einspeisung des Sonnenstroms.

In Deutschland sind 2.400 Industrie-Unternehmen verpflichtet Zertifikate für die CO2 Emission zu handeln. Ursprung hat diese Verpflichtung im Kyoto Protokoll, bei dem sich die 34 größten Industrieländer für die Einführung eines entsprechenden Marktes verpflichtet haben. Gehandelt werden die Zertifikate an den nationalen Energie-Börsen. In Deutschland ist dies die EEX. Auf Basis der aktuellen Marktdaten lässt sich eine Umlage berechnen, die auf den Börsenpreis zu addieren ist.

Für das Jahr 2014 wurden Zertifikate für 2.048.868.724 Tonnen CO2 auf den EU-Markt gebracht. Müssten diese die 14 Mrd. Euro der Auszahlungen an die EEG-Anlagenbetreiber decken, so ergibt sich ein Aufschlag von etwa 7€/Tonne CO2. Bei den Stromkunden würde die EEG-Umlage sich in etwa halbieren.

 

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2 Gedanken zu “CO2 Einsparung per EEG-Umlage

  1. Hallo Thorsten,

    eine interessante Idee – vermutlich zu ehrlich um je zur Anwendung zu gelangen :roll:

    Bist Du mit der Umrechnung der Tonnen CO2 pro MWh / GWh nicht zu niedrig „eingestiegen“ ?

    Jedenfalls basierend auf den Zahlen welche mir täglich über das „Sunny Portal“ (SMA) erhalte :

    2014.11.02 =
    Tagesertrag: 9,974 kWh
    CO2 Minderung heute: 6,982 kg

    Bei 30,9 MWh / CO2 Minderung 21,5t aus 2012, 2013 und lfd. 2014 ergibt ( CO2 pro kWh) einen Faktor von 0,69830349 ~ 0,7

    Das wären dann für 23 GWh am 2014.10.31 beinahe 4.000t mehr = 16.090 Tonnen „CO2 Minderung“ falls die SMA-Zahlen korrekt sind !

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