Am 15. Oktober ist es wieder soweit, die EEG Umlage für 2015 wird bekanntgegeben. Aktuell beträgt die Umlage zur Investitionssicherrung der Erneuerbaren 6,24 Euro Cent.  Durch die  einsetzende Progression und einem 1,38 Milliarden Euro Plus auf dem Umlagenkonto könnte die Umlage um mehr als 1 Euro Cent gesenkt werden.

Beim Verbraucher dürfte dies jedoch nicht ankommen, da die ersten Versorger eine Erhöhung der Netzentgelte in fast der gleichen Höhe bekanntgegeben haben.

In der vergangenen Woche teilte die EnBW mit,  dass bei Verteilnetzen des Untenehmens die Netzentgelte bei privaten Letzverbrauchern von bislang 5,58 Cent auf 6,41 Cent angehoben werden.

Durch die Netzentgelte werden die Kosten für den Umbau des Stromnetzes getragen. Leider sind die Einsparungspotentiale bei den Netzen bislang noch nicht bei dem Stromkunden angekommen. Aktiv wird die Umstellung auf kostenoptimierten Strombezug verhindert und eine Innovation in der Tarifierung der Stromkunden blockiert.

Sieht man von der Infrastruktur ab, die hinter den Verteilnetzen steckt, so ist auch die Personaldecke eine Herausforderung.

Allzu stiefmütterlich habe die Branche diesen Bereich in den vergangenen Jahren vernachlässigt. „Neben Verzögerungen kann es zu Qualitätsmängeln kommen, wenn Fachpersonal zum Beispiel für die Bauüberwachung – auch dies ist eine klassische Aufgabe von Instandhaltungsmitarbeitern – nicht ausreichend verfügbar ist.“ (Quelle: Proteus-Solutions/Astran)

Werden die heutigen Personalprobleme chronisch, so brauchen wir uns in den kommenden Jahren keine Gedanken über die EEG-Umlage zu machen. Die Kosten für den Netzbetrieb werden explodieren.

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4 Gedanken zu “#Strompreis2015 – Minus beim EEG wird durch steigende Netzentgelte geschluckt

  1. Auf der EEX-home page ist ein neuer Tiefstpreisrekord zu verzeichnen, vielleicht kompensiert das etwas den Endpreis.

    http://www.eex.com/de/marktdaten/strom/terminmarkt/phelix-futures#!/2014/10/10

    (siehe Peak Load Futures fuer 2015)

    Nachdem CDU/SPD reichlich Parteispenden der Stromer erhielten dachten die dass sich das Blatt nun nach der Wahl wenden muss, dass die Preise ab Kraftwerk anziehen.
    Dem ist nicht so: wir sehen einen deutlichen Anstieg nach der Bundestagswahl und einen weiteren peak ca. eine Woche vor der „Wende der Wende“.

    Der ‚point of no return‘ ist also klar ueberschritten.

    Die Hunde haben gebellt, ihr Wuerstchen bekommen und die Karawane zieht weiter.

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    • Danke für den Link. Eigentlich wollte ich noch eine Liste mit den Ursachen für Preissenkungen machen. Da die Netzentgelte, jedoch einen zu starken Anteil an den Letzverbraucherpreisen haben, bin ich bislang nicht wirklich fündig geworden.

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  2. Pingback: VIK: Jammern mit wenig Netzdienlichkeit | blog.stromhaltig

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