Kurz bevor ein Haus einstürzt, kommt meist der Architekt auf der Baustelle vorbei und erkennt, dass der Baugrund ungeeignet gewesen ist. Bei der Energiewende ist die Baustelle sehr groß, und einen Architekten gab es nicht. Vielmehr ist es das Ergebnis des Zusammenwirkens der Bürger und ihren Entscheidungen sowie Erfahrungen.  Der Baugrund ist gut! Sich selbst ernennende Architekten wollen dies nur nicht sehen.

Es ist zu viel so viel zu viel,
überall Reklame,
zuviel Brot und zuviel Spiel,
das Glück hat keinen Namen…
(aus „Stadt“ – von Casandra Steen)

In der Mitte der Baustelle der Energiewende entsteht ein Marktplatz, im alten Griechenland auch Agora genannt. Hier soll das Zentrum der Macht liegen.

EB-Journalismus

Bei dem Design des Marktplatzes, der Agora für die Energiewende, hatte man ein Problem, denn der Platz wurde zu klein geplant. Heute werden in Deutschland zur Spitzenverbrauchszeit – in den Mittagsstunden – der Strombedarf von sehr vielen kleinen Erzeugungsanlagen gedeckt.

Zu klein der Platz, zu klein sind die Straßen, die den einzelnen Erzeugern erlauben würden,  am Treiben auf der Agora  der Energiewende mitzuwirken.

In dem Konzept ist nun vorgesehen, dass Erneuerbare-Energien-Anlagen künftig nicht mehr je produzierte Kilowattstunde Strom, sondern für die installierte betriebsbereite Kapazität vergütet werden. (Quelle: PV-Magazin)

Es waren 15-30 Sekunden Leseaufwand (die sich lohnen), um zu verstehen, wie man den Strom aus Erneuerbaren auch bis zum privaten Stromkunden bringen könnte.

Keiner weiß mehr wie er aussieht,
alle sind hier auf der Flucht.
Es muss doch auch anders gehen… (aus „Stadt“)

Wo liegt eigentlich diese Angst begraben? Der mündige Stromkunde, der sich selbst seine Kapazitäten anmietet, wie er es wünscht. Oder es eben auch sein lässt, wenn er es nicht wünscht oder braucht.

Ganz ehrlich: Egal wie Reformvorschläge oder Studien aussehen, wir hängen doch alle an der Nadel der Stromversorgung.

… ich gebe keine Antwort mehr auf die falschen Fragen.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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