Deutschland - Einig Zweistromland? 1

Deutschland – Einig Zweistromland?

„Statt neue Leitungen von Nord nach Süd zu bauen, könnte der Strommarkt geteilt werden. Das hätte viele Vorteile.“ (Malte Kreutzfeldt bei TAZ)

… und würde den Stromhändlern überhaupt nicht gefallen.

Leistung je Einwohner (Jahresmittel in kWh)
Leistung je Einwohner (Jahresmittel in kWh)

Der Stromerzeugungsatlas 2014  gibt Aufschluss darüber, wie viel Kapazitäten zur Erzeugung von Strom je Bundesbürger eingespeist werden. Wird zusätzlich noch die Art der Kraftwerke betrachtet und ihre Volllaststunden, so ergibt sich ein Bild, bei dem Bayern und Baden-Würtemberg zwar keinen Spitzenplatz einnehmen, jedoch auch keine Schlußlichter sind.

Der Ministerpräsident Seehofer aus Bayern ist bekannt für seine Basta-Mentalität. Eine Entscheidung zum Trassenbau soll es erst im Jahre 2015 geben, wenn der Bedarf vollständig ermittelt wurde, so der BR. Hängt sich der Freistaat selbst von der Zivilisation ab? Oder forciert er sogar die Aufspaltung der Strommärkte in einen Nord-Preis und Süd-Preis?

Letzteres wird es kaum geben, denn Stromhändler wollen einen Markt haben, der eine möglichst große geographische Ausdehnung besitzt. Es wird von einer Kupferplatte gesprochen, die einen Idealzustand darstellt, bei dem es egal ist, wo man den Strom erzeugt und wo er entnommen wird. Das dies nicht der physikalischen Realität entspricht, ist klar.

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