Hallo. Ich bin Sven, 32 Jahre alt und ich bin ein Spielkind. Gerade im Bezug auf  „irgendwas mit dem iPhone steuern / überwachen“ bin ich recht schnell zu  begeistern. Die Musik im Haus wird per Sonos verteilt, die Lichter über Hue  gesteuert, Filme und Serien werden per XBMC geschaut und die  Überwachungskamera meldet sich bei ungewöhnlichen Bewegungen per Push  Benachrichtigungen. Das iPhone als „Universal-Remote“ ist somit das Ziel. Daher war auch mein Interesse an Smappee recht schnell geweckt, als mir ein
Kollege von diesem System erzählte.

Zuerst schreckt natürlich der doch recht hohe Preis etwas ab. Aber letztendlich ist es wie immer bei dem technischen Spieltrieb:
Die Neugierde siegt.

Mit dem Thema „Strom“ hatte ich mich bisher zweimal pro Jahr beschäftigt: Einmal  beim Ablesen des aktuellen Verbrauchs und einmal beim begleichen der Nachzahlung. Darüber hinaus bin ich auf diesem Gebiet recht wenig bewandert.

Gerade dies hat die Entscheidung für Smappee noch etwas einfacher gemacht, da ich doch gern einmal sehen wollte, wo denn der ganze Strom im Haushalt verbraucht wird. Smappee selbst gibt auf der Website an, dass sich die Anschaffung nach zwei Jahren amortisiert haben soll. Davon gehe ich bei mir ehrlicher Weise nicht aus. Nur, weil ich weiß, wo der Strom verbraucht wird, werde ich ja nicht automatisch den Verbrauch reduzieren. Zumal bei uns einige Geräte aus Bequemlichkeit und dem bereits erwähnten technischen Spieltrieb heraus laufen, die man aus Einspargründen sicherlich auch abschalten könnte. Aber diesen kleinen Luxus gönne ich mir dann bewusst.

Über die Smappee Installation an sich ist an anderen Stellen bereits ausführlich  geschrieben worden. Abgesehen von kleineren Problemen mit einer zu schwachen WLAN Verbindung ist die eigentliche Installation recht einfach gewesen. Danach war erst einmal Geduld gefragt, da Smappee die Geräte über einen längeren Zeitraum erlernt. Es ist momentan bei mir ein wenig wie bei Kindern mit dem Adventskalender:

Man steht jeden Tag auf und freut sich darauf, die App zu öffnen und zu schauen, welche Geräte neu erkannt wurden. Allerdings zeigt Smappee auch erste Schwächen, welche die Freude am Gesamtsystem etwas trüben. Zum Beispiel haben scheinbar die Lampen im Badezimmer und die im Büro den selben „Strom-Fingerabdruck“. Smappee kann derzeit bei mir nicht unterscheiden, ob ich nun im Badezimmer das Licht  eingeschaltet habe oder im Büro. Genauso verhält es sich mit dem Kinderzimmer und dem Gästebad. Beides wird als der gleiche Raum erkannt. Alle Räume haben unterschiedliche Lampensysteme, aber jeweils nahezu den gleichen Verbrauch.

Die App selbst ist schon recht informativ, ist aber hier und da nicht ganz so intuitiv, wie man es sich wünschen würde. Auch einige Übersetzungen passen noch nicht so ganz in die dafür vorgesehenen Felder.  Im ersten Entwurf dieses Beitrags kam jetzt eigentlich ein Abschnitt über das weitere Entwicklungspotential von Smappee mit dem besonderen Augenmerk auf einer Einbindung des ifttt.com Dienstes. Allerdings war Smappee hier etwas schneller als
ich, da diese Funktion jetzt implementiert wurde. Somit lässt sich das eigene Smappee System als ifttt.com Kanal definieren und als solcher in den Rezepten verwendet werden. Neben simplen Rezepten wie „Sende mir eine Email, wenn Gerät X eingeschaltet wird“ sind auch weitaus komplexere Varianten möglich, welche vor
allem von den aktivierten Kanälen abhängen. Aber trotz der nun erfolgten Einbindung von ifttt.com bleibt genügend Entwicklungspotential vorhanden um auch in Zukunft interessante Neuerungen anbieten zu können. Hierzu zählen auch schon
kleine Verbesserungen in der App, wie beispielsweise eine Gruppenfunktion in welcher man Räume definieren kann. (z.B. „zeigt mir den Verbrauch von allen Geräten in der Küche“)

Generell eignet sich Smappee schon recht gut, den typischen Strom-Konsumenten (als solchen sehe ich mich) etwas näher an die Materie heran zu führen. Es ist durchaus interessant, ein Gefühl dafür zu bekommen, was einzelne Geräte verbrauchen. Letztendlich kann dies auch bei mir zu Einsparungen führen, obwohl dies, wie eingangs erwähnt, nicht das primäre Ziel ist. Aber wenn sich Energie
sparen und Spieltrieb so schön vereinbaren lassen wie es bei Smappee der Fall ist, dann lohnt sich das System schon. Trotz der noch vorhandenen Kinderkrankheiten.

Gastbeitrag von Sven Kessler

Anmerkung der Redaktion

Sven hatte vor einigen Tagen hier im Blog die Beiträge zu Smappee gelesen und einen Kommentar verfasst. Beim lesen ist aufgefallen, dass er ebenfalls einen Blog betreibt, der sich dem Strommessgerät aus einer ganz anderen Richtung nähert.

An dieser Stelle ein Danke an Sven für den Beitrag – und eine Ermunterung an alle Leser, selbst ihre Erfahrungen mit Produkten, Themen, Standpunkten etc… an blog.stromhaltig zu senden.

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Ein Gedanke zu “Spielkind entdeckt Smappee – Ein Gastbeitrag

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