Fast 400 Mrd. Euro hat der konventionelle Kraftwerkspark (Braun & Steinkohle) den Staatshaushalt bis zum Jahre 2012 gekostet. Die FOES Studie, welche auch Basis für die Zinsuhr der nuklear/fossilen Geldverbrennung gewesen ist, kennt 311 Mrd. Euro für Steinkohle und 87 Mrd. Euro für Braunkohle als Subvention in Form von Steuervergünstigungen, Finanzhilfen und Vergünstigungen.

Damit sich diese Subventionen rechnen würden, müsste der Börsenstrompreis auf über 82€ die MWh ansteigen (im Schnitt über die nächsten 20 Jahre)

Quelle: Proteus-Solutions
Quelle: Proteus-Solutions

Der Börsenstrompreis unterliegt täglichen Schwankungen. Aktuell beträgt er ca. 30€/MWh oder 3 Cent die KWh. Aus diesen Einnahmen müssten eigentlich auch die Beihilfen für die konventionellen Kraftwerken gedeckt werden, die bereits bezahlt wurden.

Der dafür konzipierte Emissionshandel hätte bereits den notwendigen Stimulus für die Rückzahlung der 400 Mrd. Euro Subventionsgelder darstellen können. Tatsächlich ist er gescheitert, weshalb nun die Erneuerbaren Energie-Umlage (EEG) als Vorbild für eine Rückzahlung dienen kann.

Innerhalb der nächsten 20 Jahren werden die mit Steuermitteln geförderten Kraftwerke 4.812.225.794 MWh Strom erzeugen. Sollen damit 400 Mrd. Euro zurück bezahlt werden, so würde dies einen Tilgungsanteil von 82€/MWh (8,2 Cent die KWh) bedeuten.

Die bislang nicht eingepreisten Subventionen verfälschen den heutigen Börsenstrompreis empfindlich – gerade im internationalen Wettbewerb. Es ist beachtlich, dass die Europäische Union bislang keine Sanktionen unternommen hat, die eine Einpreisung der durch Steuereinnahmen finanzierten Zuschüsse fordert.

Das heutige EEG hat keine Auswirkungen auf den internationalen Stromhandel, da es ein rein nationales Gesetz ist.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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