Störungen im Kraftwerkspark auch im August zunehmend 1

Störungen im Kraftwerkspark auch im August zunehmend

blog.stromhaltig überwacht kontinuierlich die ungeplanten Nichtverfügbarkeiten von Stromerzeugungskapazitäten über 100 MWh Kapazität. Bewegte sich der 30 Tagesschnitt der störungsbedingten Einschränkungen von Großkraftwerken noch um 35 GWh, bewegt sich der Indikator im Juli 2014 erneut über 100 GWh mit bestätigtem Trend für den August.

Der Indikator gibt Auskunft über die Zuverlässlichkeit der Kraftwerksflotte in Deutschland und kann als Indiz für die Eignung der Kraftwerke für einen Kapazitätsmarkt gesehen werden.  Der jetzt beobachtete Trend wirft Fragen hinsichtlich der Verlässlichkeit und Versorgungssicherheit aus.

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Meldet ein Kraftwerk eine Einschränkung von 100 MW für die Dauer von 2 Stunden, so ist die Tagessumme für dieses Kraftwerk 200 MWh.  Die Summe aller Störfälle in Deutschland ergibt einen Wert in Mega-Watt-Stunden, der dem Strommarkt unerwartet nicht zur Verfügung stand. Die Tagessumme ist ein Anhaltswert für die Unsicherheit der Gesicherten Stromerzeugung.

Da bei einem hohen Wert die Unsicherheit zu groß ist, kann man eine Grenze ziehen, unter der ein Kapazitätsmarkt überhaupt als sinnvoll erachtet werden kann. Erfahrungswerte aus den USA und anderen Ländern mit einem Kapazitätsmechanismus zeigen, dass auf den Bedarf an elektrischer Energie in Deutschland eine Obergrenze von 30 GWh gelten sollte. Ab diesem Zeitpunkt darf aus Gründen der Versorgungssicherheit kein Handel – und daraus folgend Vergütung – einer Erzeugungskapazität erfolgen.

Es würde blog.stromhaltig nicht wundern, wenn Institute von Fraunhofer und Co. in naher Zukunft im Rahmen der Analyse von Energiedaten auch einen Blick auf die Kraftwerksausfälle werfen würde. Zu wichtig ist eine verlässliche Aufbereitung des Datenmaterials für die Zukunft des Strommarktes in Deutschland.

Störungen - Energieträger: Steinkohle
Störungen – Energieträger: Steinkohle

 

Störungen - Energieträger Gas
Störungen – Energieträger Gas

Kraftwerke mit dem Energieträger Steinkohle haben den größten Anteil an den ungeplanten Einschränkungen in der Stromerzeugung. Gas, Pumpspeicher und Braunkohlekraftwerke bleiben hingegen auf einen (hohen) Niveau unverändert.

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