Vor etwas mehr als einem Jahr hatte blog.stromhaltig im Zuge der Berichterstattung zur Analyse von Lastprofilen eine Heatmap vorgestellt, die eine Ansicht der Verbrauchsmengen  über den Tagesverlauf zeigt. Der Messstellenbetreiber Discovergy hat diese Idee nun aufgegriffen und bietet seinen Kunden eine Heatmap an.

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Auf der X-Achse wird die Tageszeit aufgezeigt (0-24 Uhr) auf der Y-Achse die unterschiedlichen Tage (hier 23.08. / oben und 23.6. / unten). Eine blaue Einfärbung zeigt Zeiten mit einer geringen Stromabnahme. Zeiten mit einem hohen Stromverbrauch werden rot gekennzeichnet.

Für diese Messstelle („Casa Stromhaltig“) ist gut erkennbar, wie der Verbrauch in der Nacht abfällt und die regelmäßige Spitze des Verbrauchs in den Abendstunden (um 20:00 Uhr) liegt. Auch erkennbar ist, dass in den Tagesstunden der Verbrauch auf werte um den nächtlichen Tiefpunkt abfallen.

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6 Gedanken zu “Heatmap zeigt Zeiten von Grundlast

  1. Hallo Thorsten, & @all

    nicht ganz passend – dafür immer aktuell – was wird bei der zentralen Stromversorgung so „unsichtbar“ aber auch unvermeidlich verbraten und um welche Größenordnung geht es dabei ?

    Wenn ich mich nicht täusche gibt es in D so ungefähr 40 Millionen privater Haushalte denen leider nur 1,2 Millionen ebenso privater Haushalte mit einer eigenen PV „gegenüberstehen“. Warum leider ? Mindestens einige Gründe kann der geneigte Leser aus meinem Beitrag „Vernetzte Verschwendung“ und den folgenden Beiträgen dort herauslesen. Da ich „phpBB® Forum Software ©“ statt „WortPress“ nutze steht dort „ANTWORTEN“ unter jedem „Beitrag“ das ist bewusst nicht möglich. Auch weil ich möchte, das die „Antworten“ (wenn jemand solche hat) weiter nur bei Dir lesbar sind.

    Überhaupt gefällt es mir besser auf Beiträge „meiner Wahl“ der „Energieblogger“ zu reagieren (mit bislang ca. 240 „gespiegelten Kommentaren), als selbst einen eigenen Blog zu betreiben. Wer sich ab und an auf dem CCW-Forum verirrt, wird feststellen im Grund habe ich damit einen recht breit angelegten Blog der den Vorzug hat, eher wie eine „Art Datenbank“ zu funktionieren. Problem ist, in „Alleinregie“ bleiben immer wieder mal Themen auf der Strecke die mir sehr am Herzen liegen. Wie nur jene wissen, die ihre Blogbeiträge sorgfältig recherchieren, in jedem solchen „Beitrag“ stecken oft Stunden intensiver Arbeit. Einige werden mit besonders vielen Zugriffen belohnt. Danke !

    Das wiederum macht (wohl unvermeidliche) Fehler besonders bei Daten noch unverzeihlicher…. :roll:

    Ansonsten glaube ich PV nicht möglichst überall zu nutzen ist in etwa dasselbe, wenn das Rad nach seiner Erfindung nicht genutzt worden wäre 😯 – für solche Ignoranten ist das Tragen aller Lasten die ultimative Strafe. :mrgreen:

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    • @Rainer

      Die Zahl von 40 Mio. Haushalten ist im Zusammenhang mit kleinen Photovoltaikanlagen für den privaten Bereich etwas trügerisch.
      Es gibt in Deutschland nur etwa 15 Mio. Einfamilienhäuser, den Anteil der davon vermieteten Objekte konnte ich noch nicht herausfinden, aber Schätzungen anhand meines persönlichen Umfeldes würden gut und gerne 30% vermietete Objekte ergeben.

      Da ich davon ausgehe, dass Photovoltaikanlagen auf vermieteten Objekten (sowohl EFH, als auch Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen oder MFH mit Eigentumswohnungnen ) weniger wirtschaftlich sind (Eigenverbrauch) oder rechtlich und steuerlich komplizierter werden, dürfte das Interesse dort eine PV zu bauen deutlich geringer sein.
      Es stehen also letztlich sagen wir mal 10 Mio. eigengenutzte EFH für Photovoltaik-Kleinanlagen „uneingeschränkt“ zur Verfügung.

      Da steht die Durchdringung mit PV-Anlagen dann schon in einem deutlich besseren Licht da.

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  2. Danke Dieter !

    Manchmal fehlen einem einfach genau solche Zahlen die Sie nun beigesteuert haben.

    Mit dem „neuen“ EEG ist es ja gelungen den weiteren PV-Ausbau zumindest entscheidend zu behindern, wenn nicht ganz zu stoppen.

    Es gibt längst „Gegenrechnungen“ (einfach mal „Rainer klicken) die durchaus eine höhere Einspeisevergütung rechtfertigen würden. Dazu müssten allerdings alle „Konkurrenzprodukte“ in ganzer „Ehrlichkeit“ dargestellt werden. Sprich, alle Kosten im Umfeld der Erzeugung müssten ebenfalls in Form einer Umlage auf der Stromrechnung erscheinen und nicht wie es tatsächlich der Fall ist, über Steuern „querfinanziert“ praktisch unsichtbar zu sein.

    Der Aufschrei der gequälten Verbraucher würde dann ganz sicher auch in „Berlin“ hörbar sein.

    So ist es erst mal gelungen diese überaus lästige Konkurrenz zu stoppen. Die damit verbunden Pleiten der Solateure werden noch einen eventuellen späteren Neubeginn erheblich behindern. Aus Sicht der Feinde jeder Veränderung des „Energie Status quo“ ein voller Erfolg.

    „…dürfte das Interesse dort eine PV zu bauen deutlich geringer sein.“

    Nahezu null, war doch das Interesse in eine solche Anlage zu investieren (auch) in starkem Maß von der erzielbaren Renditeerwartungen gesteuert. Wer bei < 13 Cent pro kWh Volleinspeisung betreibt, muss das ~2,2fache einspeisen um damit seinen eigenen Bezug aufrechnen zu können.

    Ergo werden nur kleinere Anlagen, welche keinerlei Einspeisung ins Netz zum Ziel haben noch Sinn machen. Wenigsten kann dann jede so eingesparte kWh (mit steigender Tendenz) die „Amortisation“ eventuell "irgendwann" erbringen. Im Grund verbleiben nur jene, welche aus eher idealistischen Motiven handeln.

    Keine Ahnung wie groß die Anzahl derer sein könnte, welche sich eine solche „Inselanlage“ leisten möchten. Eine PV-Kleinanlage mit Batteriespeicher, welche durch entsprechende Umschaltung zumindest zeit- und oder teilweise eine Inselanlage ohne jede Einspeisung ins Netz, eine gewisse Autonomie realisieren könnte.

    Ab einer größeren Anzahl derartiger „Selbstversorger“, würde die Möglichkeit Strom aus Kohle und Atom im privaten Sektor zu „vermarkten“ weiter reduzieren. Da diese „Menge“ eben nicht am Handel teilnimmt, würde sie sich wie eine „Einsparung“ auswirken und so den Druck erhöhen – jedenfalls so lange bis dem lobbylastigen Gesetzgeber eine neue Verhinderungsmethode einfallen würde…..

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  3. @Rainer

    Das 2-fache einspeisen, um den Bezug aufzuwiegen… korrekt gerechnet, aber auch sinnfrei oder bezugslos gerechnet. Eine Preisparität zwischen Einspeisung und Bezug entbeert sinnhafter logischer Grundlage.

    Verteilnetz kostet nunmal auch etwas.
    Mehr als jeder zweite hier im Land ist berufstätig und verbraucht am Arbeitsplatz Energie.
    Wenn wir hier kommunizieren benötigen nicht nur unsere Endgeräte Energie, auch die Infrastruktur dazwischen braucht Saft.
    Kein Produkt das wir konsumieren wurde ohne Energie gefertigt.

    Sinnvoll wäre es im Verhältnis 3:1 einzuspeisen, denn nur 25% des Stroms wird im privaten Bereich verbraucht, der Rest geht in Verkehr, Gewerbe, Handel und Prouktion.

    Sinnvoll ist eine Einspeisevergütung deutlich unter Gestehungskosten, denn das ökonomische Rückgrat einer Anlage ist ja die grosse Differenz aus Gestehungskosten und Strombezugspreis. Der nicht direkt nutzbare Überschuss muss also nur den kleineren Teil def Anlagenkoste wieder einspielen.

    @Thorsten Ist es möglich eine Heatmap für die Residuallast zu erzeugen? Also Verbrauch, abzüglich Eigenerzeugung durch PV und/oder einer Kleinwindanlage? Eine solche Heatmap würde bei der Wahl eines weiteren in Frage kommenden Erzeugers helfen.

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    • Letztes Jahr hatte ich beruflich die Daten für virtuelle Kraftwerke zusammengetragen und Dashboards gebaut, die verschiedene Erzeugungs/Verbrauchs-Profile miteinander kombinieren lassen. Dabei hat sich als geeignete Darstellung eine „Swim-Lane“ herausgestellt (vergl. Wir bauen uns ein Kraftwerk). Sprich es gibt eine Zone von +/- 1 MW, welcher als Import/Export von Energie zulässig ist. Durch die Prognose der Verbraucher und Erzeuger ergeben sich Handlungsoptionen für ein System. In der Praxis konnten damit die Prognosefehler minimiert werden. Soll bedeuten, dass ohne Aggregation die willkürlich gewählten Anlagen/Verbraucher auch willkürlich geschwankt sind (über den Sollwert von +/- 1MW). Mit den Swimlanes wurden die Handlungsoptionen sichtbar, die sich aus einer Systembetrachtung ergeben.

      Stelle gerade fest, dass es sehr kompliziert für eine Antwort nur in Kommentarform wird…

      Was ich aber mal machen kann, ist die Grafiken von der Microsite zur EE-Vollversorgung in eine Headmap zu packen (bzw. in eine 3D Grafik…).

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  4. @Dieter

    Da mögen Sie ja recht haben – doch die „Sinnhaftigkeit“ heutiger Unternehmungen orientiert sich nur an einem Vergleich – am Geld. Da müsste Ihnen auch aufgefallen sein, alle Argumente die Sie in Bezug auf wer dass zu finanzieren hat – energetisch und pekuniär – soll bei denen liegen welche den geringsten, wenn überhaupt Einfluss haben ?

    Ich jedenfalls kann nur dort tatsächliche Verantwortung tragen wo und besonders worauf ich tatsächlichen Einfluss habe. Gewerbe und Handel verrechnen mir und jedem – darunter gewiss auch Ihnen – ihre gesamten Kosten über den Produktpreis. Da speziell der Handel Waren anbietet, welche „energetisch“ irgendwo in der Welt erzeugt wurden, bezahlen alle hier meist nur einen Bruchteil dessen was die Waren tatsächlich (energetisch) gekostet haben. Einer der Gründe warum dort und nicht hier in D oder EU produziert wird.

    Wieso bin ich, bzw. andere Konsumenten für die Kommunikation und dem energetischen Aufwand quasi allein verantwortlich ? Wie groß ist der eigene Einfluss auf die Gestaltung tatsächlich ? Ein Großteil dieser „Kommunikation“ besteht in völlig nutzloser Spam. Nein, das gesamte System ist darauf ausgelegt, die Masse finanziert wenigen ihren Profit direkt und indirekt. Die sog. „Einspeisevergütung“ ist ein völlig künstliche Konstruktion die keineswegs irgend etwas so abbildet wie es tatsächlich ist. Allein die jährlichen Veränderungen dieser „Tarife“ zeigt die schiere Willkür diese Systems. Was die privaten PV-Ströme in den Netzen angeht, sie verlassen bei diesem Grad der Beteiligung keineswegs die Ortsnetze. Warum muss ich – respektive – alle die ebenfalls einspeisen, die übrigen Netze subventionieren? Das tun wir alle bereits über den Bezugspreis und dort vollkommen einseitig. Bei Volleinspeisung zahlen alle die eben nicht ihren Eigenverbrauch messtechnisch erfassen, für ihr eigenes Produkt den vollen, ebenfalls willkürlich zustande gekommenen Bezugspreis. Hier gilt weil es sich genau so rechnet, die derzeitige Betrachtung 1 : 2,2 und das einseitig mit steigender Tendenz. Noch eine Absurdität – wer eben diese Einrichtungen stärker nutzt wird mit überaus günstigen Konditionen belohnt – wo ist die Sinnhaftigkeit, gerade die zu begünstigen, welche so den größeren Nutzen und ganz nebenbei überproportionalen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten (Stichwort Umweltkosten) ?

    Darüber hinaus – meist völlig unsichtbar – finanzieren jene 25% privaten Haushalte über ihr Steueraufkommen (da sind sie keinesfalls „nur“ anteilig 25% der Zahler) jede Unternehmung diese Staats, der angeblich „unser“ Staat ist. Darunter sämtliche Subventionen der Vergangenheit, Gegenwart und absehbar weiter in der Zukunft. Massiv also auch, die von ihnen erwähnten „Netzkosten“. Was immer da herumsteht bzw. rotiert, wird kräftig über die Mitglieder eben dieser Haushalte querfinanziert. Womit alle auch immer zwangsweise auch das subventionieren, was originär eher kaum im Interesse „aller“ liegt.

    Was die energetische Versorgung am Arbeitsplatz angeht. Genau wie der Arbeitgeber – als Unternehmer – auch für alle sonstigen Arbeitsmittel verantwortlich ist, ist er ganz sicher auch für die Bereitstellung UND Herkunft der benötigten el. und sonstigen Energie verantwortlich. Nur der Arbeitgeber entscheidet wie sein Unternehmen versorgt wird. Wo bleibt dessen Verantwortung am Anteil EE, wenn sie die Haushalte die ja lediglich ein Viertel der gesamten Leistung selbst verbrauchen, auch gleich noch für die Erzeugung der „restlichen 75% verantwortlich machen wollen ? DAS entbehrt jeder logischen Grundlage.

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