Seit der EU Verordnung (244/2009) welche es verbietet Glühlampen weiterhin kommerziell als Leuchttmittel zu vertreiben, suchen viele Verbraucher nach einer geeigneten Alternative. Die herkömmlichen Energiesparlampen kamen bei vielen Konsumenten weniger gut weg, was unter anderem an einer weniger überzeugenden Leuchtleistung, sowie and einem verzögertem Ansprechverhalten der Lampen lag.

Seit einiger Zeit befinden sich nun auch LED Lampen im Einsatz, welche nicht nur im Haus, sondern zum Besipiel auch im Automobilbereich Verwendung finden. Vorreiter war hier unter anderem die Firma Hella, die bereits 2004 ein LED-Tagfahrlicht im Audi A8 W12 verbaute. Zu diesem Zeitpunkt waren LEDs aber eher noch die Außnahme und der Anschaffungspreis lag sehr hoch.

Inzwischen verbreiten sich LED Lampen im Haushalt immer mehr, was auch an den verbesserten Eigenschaften im Bezug auf Lichtstärke und Farbspektrum liegt. Heute rüsten sogar ganze Kommunen, ihren Leuchtmittelbestand auf LED-Technik um. Die dabei entstandenen Fallstudien liefern eindeutige und aussagekräftige Fakten.

Im folgenden finden sich 2 gute Gründe für eine Umrüstung auf LED:

Energieeinsparung bis zu 90%

Das LED Technik tatsächlich wesentlich effizienter ist, wird von verschiedenen Studien belegt. So zeigte zum Besipiel das Projekt „KomLicht“, welches von der Fachhochschule Trier vermessen und protokolliert wurde, erstaunliche Ergebnisse. Bei dem Projekt wurde die Umrüstung eines Schulzentrums der Stadt Trier begleitet. So zeigte sich, dass die Umrüstung auf LED Lampen zu 60-80% Energieersparnis gegenüber Leuchtstofflampen mit älterem Vorschaltgerät führte. In Räumen mit einem hohen Anteil an natürlichem Licht, lag die Ersparnis sogar bei bis zu 90%. (Pepler und Kollegen, 2013)                                          Damit verbunden sind natürlich auch erhebliche Kosteneinsparungen. Die Studie zeigte, dass etwa 70% eingespart werden konnten, was konkret 20.000€ pro Klassenraum im Jahr gleichkommt.

Weniger Umweltbelastung durch Schwermetalle

Zwar können auch LEDs Schwermetalle enthalten, doch viele Institutionen relativieren inzwischen die Gefahr die von LED Lampen im Bezug auf Schwermetalle ausgeht. Dennoch muss bei Lampenbruch sorgfältig darauf geachtet werden, dass die Bestandteile nicht mit bloßen Händen angefasst werden und die Bruchreste auf entsprechenden Recyclinghöfen, beziehungsweise Schadstoffmobilen entsorgt werden. Betrachtet man aber unabhängig davon die Gesamtbilanz an Schwermetallen, so ist erwiesen, dass effiziente Energiesparlampen und LED Lampen weniger Quecksilber als Halogen- und Glühlampen emittieren (Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (2013).

LED Lampen für den Einsatz im Haus bekommt man in Baumärkten und Fachgeschäften, sowie spezialisierten Onlineshops.

Quellenangabe

Pepler W. und Kollegen (2013), online, “Kommunen in neuem Licht – Praxiserfahrungen zur LED in der kommunalen Beleuchtung”, Technische Universität Darmstadt, www.bmbf.de/pubRD/Kommunen-in-neuem-Licht2013_mid.pdf (gesichtet 17.6.14)

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (2013), online, “Stromsparen einfach gemacht!”, www.vz-nrw.de/stromsparen, (gesichtet 17.6.14)

Text: S.Klaus

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2 Gedanken zu “[Gastbeitrag] Was bieten LED Lampen? Zahlen und Fakten zum Thema LED Beleuchtung.

  1. Wie spart man 20000 € _pro_ Klassenraum _im_ Jahr beim Licht? Das wären ja bei 33 ¢/KWh immerhin 60000 KWh … oder auf 10 Schulstunden (unter voller Beleuchtung!) an 200 Tagen runtergebrochen midestens 30 KW an Beleuchtung … soll das die Blindeschule in Schilda sein?

    Da stimmt was gewaltig nicht!

    Antworten
  2. Nur wenige Klicks weit weg : „EU zwingt die Kommunen zur Sparsamkeit beim Licht

    Um der EU-Verordnung zur Effizienz nach zu kommen, müssen die Kommunen bis 2017 ihre Straßenbeleuchtung modernisieren. Das Sparpotential: 400 Millionen Euro jährlich.“

    So der Titel eines „DIE WELT“ Artikels vom Mai 2011 – weiter im dortigen Artikel :
    ZITAT
    „Rund 36 Prozent der kommunalen Stromkosten entfallen auf die Straßenbeleuchtung“, sagt Bernd Düsterdiek vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DSTGB). Alle Betriebs- und Personalkosten zusammengenommen, koste die kommunale Aufgabe „Straßenbeleuchtung“ die deutschen Städte und Gemeinden pro Jahr rund 850 Millionen Euro. Umso beeindruckender das Sparpotenzial, das Düsterdiek nennt: Rund 400 Millionen Euro könnten durch effizientere öffentliche Beleuchtung eingespart werden.
    /ZITAT

    Meine Gemeinde hat diese Beleuchtung über den lokalen Stromversorger bereits seit Monaten realisiert.

    Wie viel nun so eine Schule pro kWh tatsächlich bezahlt, weiß ich nicht – es ist mir eigentlich auch egal – mit meinen, „unseren“ Steuern bezahlen wir das ohnedies und da ist jede spürbare Entlastung zu begrüßen. Aus dem Satz „… was konkret 20.000€ pro Klassenraum im Jahr gleichkommt.“ entnehme ich, es handelt sich um einen Durchschnittswert. Der rechnerisch auch „In Räumen mit einem hohen Anteil an natürlichem Licht“ „irgendwie“ berücksichtigt. Daraus nun auf die Beleuchtung einzelner Klassenräume zu schließen dürft schlicht Vooddo sein.

    Was den Elektronikschrott angeht, die Notwendigkeit des Recyclings ist halt noch nicht in den „verantwortlichen Köpfen“ angekommen – wen wundert das noch ? Schwermetalle ? Die echten Gefahren schwimmen längst überall in den Weltmeeren herum. Mikroplastik über die Nahrungskette aufgenommen, wird bald die Bedrohung durch Schwermetallen „überrundet“ haben. Zugegeben, beides zusammen, kann erstaunlich „nachhaltige“ Konsequenzen haben.

    „LED Lampen weniger Quecksilber als Halogen- und Glühlampen emittieren“ ? Wie bitte wo und wie um alles in der Welt „emittieren“ Leuchtmittel Quecksilber ? Die „gute alte Glühlampe“ könnte allenfalls Spuren von Wolfram in die Welt verstreuen – dazu muss sie allerdings erst mal einen „Unfall erleiden“ – was im übrigen für alle andern Leuchtmittel genauso gilt. Gelangen dieses defekten aber „unverletzte“ Leuchtmittel bis zur jeweiligen Recyclingstation „emittiert“ es bis dahin auch nix.

    Die so gern wegen ihres Quecksilbergehalts gescholtenen „Energiesparlampen“ korrekt „Kompaktleuchtstofflampe“ (nichts anders als die gute alte Leuchtstoffröhre in neuer Form) verliert das freie Quecksilber im INNEREN der Leuchte durch Absorption in die Trägermetalle die sich ebenfalls im inneren befinden. Bricht das Glas einer älteren „Energiesparlampe“ ist die „Ausbeute“ an Quecksilber deutlich geringer, als das bei einem fabrikneuen Teil der Fall ist. Im Land der selbstgemachten Experten darf wahrlich jeder, jeden Scheiß verbreiten – doch oh Freude so sieht gelebte Demokratie nun einmal aus.

    Das wahre Problem mit den„Kompaktleuchtstofflampen“ ist deren geringe Rücklaufquote von ~10% – 9 von 10 landen im Hausmüll – zum einen weil es den Betroffenen gleichgültig ist was die Folgen angeht und zum größeren Verdruss, weil es auch im Land der „bunten Tonnen und Säcke“ kein Rücknahmesystem gibt, welches diesen Namen verdienen würde. Ex (Verkauf) und Hopp (ab in den Hausmüll)….

    Die Korrespondenten der „Leitmedien“ sind inzwischen – jedenfalls überwiegend – „das Brot essende und Lied singenden“ Vertreter einer Lobbymafia, die alles was den Geschäftemachern missfällt, in Grund und Boden schreiben.

    Links unter „Rainer“

    Danke für die Aufmerksamkeit !

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