Zur Markteinführung hat blog.stromhaltig ein Smappee-Set zum testen erhalten. Smappee überwacht den Stromverbrauch und erlaubt durch Zwischenstecker für die Steckdose das Schalten von Geräten. Bedient und ausgelesen wird Smappee durch eine Smartphone-App (IPhone und Android).

Das Besondere an dieser Verbrauchsoptimierung ist die Geräteerkennung, obwohl zentral – in der Nähe des Stromzählers – abgelesen wird, sollen mit Smappee der Verbrauch einzelner Geräte erkannt werden.

smappee_2

Geliefert wird das Set direkt aus Belgien, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Gegründet wurde das Unternehmen von Stefan Grosjean, der vor vielen Jahren das Energiedatanemanagement Unternehmen Energy ICT ins Leben gerufen hatte.

smappee_3Man kann schon sagen, dass das Auspacken des Sets etwas vergleichbar ist mit Apple-Produkten, denn auf gedrucktem Papier ist lediglich ein Begleitschreiben und eine Kurzeinführung vorhanden. Die Anleitung zur Bedienung und die Installation gibt es als PDF oder als Video auf der Webseite.

Die weiße Box ist die eigentliche Steuereinheit, die per WLAN-Verbindung eine Kommunikation mit dem Server von Smappee aufbaut. Den Zugang zum WLAN kann man entweder per WPS-Knopf am Router herstellen, oder per Passworteingabe, wobei dieses mit einer Tonfolge vom Smartphone übertragen wird. Es ist zu empfehlen, dass ein WLAN-Router in der Nähe der Box steht, bzw. ein guter Empfangspegel vorhanden ist.

Die Leistungsaufnahme gemessen wird per Induktion mit Hilfe von Klemmen, die an die 3 Phasen-Leitungen angeschlossen werden. Der Vorteil an dieser Messung, man läuft eigentlich keine Gefahr, dass man mit stromführenden Teilen in Berührung kommt. Dennoch sind die Hauptschalter auf jeden Fall auszuschalten und die Arbeiten sollten von einem Elektriker durchgeführt werden. Obwohl zumindest bei mir die Klemmen sehr viel Spiel haben, stimmen die Messungen recht genau mit den Werten des Smartmeters von Discovergy überein.

2014-07-03 09.54.25Nach der Hardware-Installation und der Anmeldung des Gerätes, sei erst einmal Geduld geübt. Auch wenn bereits der Stromverbrauch sichtbar ist, so wird die Geräteerkennung nicht sofort funktionieren. Smappee überwacht zwar den Verbrauch der einzelnen Phasen, jedoch kann es erst einmal die Geräte nicht auseinander halten.

blog.stromhaltig empfiehlt mindestens 24 Stunden zu warten, bevor man sich an die Erkennung der Geräte wagt. Smappee erstellt im Hintergrund eine elektronische Signatur für jeden Stromverbraucher (DNA genannt). Zwar kann man auch manuell Geräte hinzufügen und diese dann „Einlernen“, allerdings legt Smappee ohnehin eine Liste von eindeutigen Signaturen an und bezeichnet diese Geräte als „Nicht benannte Geräte“. Das vorgehen, um dem System zum Beispiel die Mikrowelle beizubringen ist damit: 24 Stunden nach Inbetriebnahme warten. Dann unter Ereignissen nachschauen, welches „Gerät“ zum Zeitpunkt des Ein/Ausschalten erkannt wurde (durchnummerierte Liste). Zum Abschluss dieses Gerät bei den „Nicht benannte Geräte“ suchen und beschriften.

2014-07-03 10.52.13Andreas Kühl von Energynet hat bereits angekündigt, dass er in den kommenden Tagen ebenfalls über seine Erfahrungen mit Smappee berichten wird.

Hier bei blog.stromhaltig wird es wohl noch einen Bericht über die API geben, auf die mittlerweile Zugriff besteht, auch wird es wohl einen eher allgemeinen Beitrag zu den Schwierigkeiten einer Geräteerkennung auf Basis von Lastgängen geben.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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